Entwicklungsbremse Deutschland: Tesla muss Rodungsarbeiten stoppen

Von Manuel Freund | Man kennt es von den Grünen: Sie suchen Probleme, erzeugen um diese einen riesigen Hype, finden „Lösungen“, die in ihren Augen neue Probleme erschaffen, und behindern ihre eigene Lösung dann selbst. Windräder sorgen fürs Insektensterben, der Lärm von Offshore-Windparks verwirrt Meeressäuger in der Nähe und für Stromtrassen müssen teilweise Flächen gerodet werden. Alles muss so schnell wie möglich passieren, aber darunter darf die Umwelt ja nicht leiden. Dann nimmt man halt mal den einen oder anderen Batzen Geld mehr in die Hand, das Zeug kann man doch beliebig nachdrucken.

Die Automobilität ist so ein Punkt, bei dem Ökos häufig die totale Wende fordern. Diesel und Benzin sind out, wir wollen umweltfreundliche E-Autos!  Nun, E-Autos sind eigentlich gar nicht umweltfreundlicher, ganz zu Schweigen von der ganzen Kinderarbeit für die Metalle, die für eine E-Auto-Batterie benötigt werden. Aber lasst die Grünen ruhig in ihrem Glauben. Nun muss man ganz realistisch sagen: Die einzige Automarke, die wirklich konkurrenzfähige E-Autos herstellt, ist Tesla. Deswegen sollten wir in Deutschland auch unglaublich froh sein, dass Tesla nun trotz unglaublich hoher Unternehmenssteuern eine Fabrik in der Nähe von Berlin errichten will. Diese Fabrik würde Deutschland einen Schritt weiter auf dem Weg zum Vorreiter für ökonomischen Umweltschutz bringen und genau das wollen die Grünen doch.

Nun ist es aber genau ein Verband namens „Grüne Liga“, der dafür sorgt, dass Tesla zunächst vorläufig und eventuell sogar komplett daran gehindert wird, die Fabrik an der geplanten Stelle zu bauen. Von den 300 erworbenen Hektar will Tesla nämlich 90 roden, um dort die Fabrik zu errichten. Jedoch passt das den Ökos nicht wirklich. Zunächst traten diese zusammen mit dem Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) mit Eilanträgen ans Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) heran. Nachdem diese gescheitert waren, versuchten die Baum-Liebhaber es beim Oberverwaltungsgericht. Dieses untersagte daraufhin vorläufig die bereits fortgeschrittenen Rodungsarbeiten, obwohl das Landesamt für Umwelt davor zu Recht vorzeitig die Erlaubnis dafür erteilte. Laut Landesamt seien die naturschutzrechtlichen Vorteile durch die EAuto-Fabrik deutlich gravierender als die entstehenden Umweltschäden. Das Genehmigungsverfahren soll nun bis zum 18. März durch sein, sodass die Fabrik ab Juli 2021 in Betrieb gehen kann.

Durch den Baustopp geht der Firma unglaublich viel Zeit und Geld verloren. Die Arbeitsgeräte stehen still, die Arbeiten gehen nicht weiter. Die Fertigstellung der Fabrik verzögert sich unnötig und der bürokratische Aufwand steigt immens. Es besteht sogar das Risiko, dass die Fabrik gar nicht oder nur an anderer Stelle gebaut werden darf. All das wirkt für ausländische Investoren unglaublich abschreckend. Kombiniert mit unseren Wuchersteuern eine schlechte Kombi, wenn man innovative und zukunftsfähige Unternehmen anlocken will. Wer hat dann noch Lust, nach Deutschland zu kommen, wenn es mehr kostet, länger dauert und mit unglaublich viel Mehraufwand verbunden ist. Grüne machen die Grundlagen für ihre eigenen Öko-Ideologien kaputt und das nur, weil sie immer noch eine Schippe drauflegen müssen.

Auch wirtschaftlich und sozial gesehen ist der Baustopp enorm belastend. Die Fabrik soll jährlich bis zu 500 000 Elektroautos produzieren, das bedeutet einen enormen Aufschwung für die Wirtschaftsleistung Deutschlands. Zudem entstehen durch die Fabrik etliche neue Arbeitsplätze, die vor allem in Regionen wie Brandenburg dringend gebraucht werden. Auch die Infrastruktur wird durch ein Industriezentrum von solcher Wichtigkeit stark verbessert – ebenfalls sehr wichtig in Ostdeutschland. Kurz gesagt: Die Fabrik ist ein Segen, weil sie alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit mit einander verbindet. Die Behinderung der Bauarbeiten zeigt recht eindrucksvoll die ideologische Kurzsichtigkeit der Grünen. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass – Bau mir Elektroautos, aber keine Fabrik.

2 Antworten

  1. n.reher sagt:

    Die einzige Automarke, die wirklich konkurrenzfähige Elektroautos produziert? E – Autos für wen? Das klingt ungefähr so, als wenn hier publiziert würde, dass Rolls-Royce die einzig vernünftige Automarke für die Deutschen wäre.