Draghi will Zinsen auf Nullniveau halten: Verheerende Geldpolitik geht weiter

Von MAX ROLAND |  Es dürfte eine große Enttäuschung für alle Sparer sein: Die EZB wird den Leitzins nicht erhöhen.  In einer Pressekonferenz kündigte Euro-Zentralbankchef Mario Draghi an, noch mindestens bis Ende 2019 den Leitzins auf 0,0% halten zu wollen.

Mit dem Nullzins will die EZB das Sparbuch unattraktiv machen: Sparen soll sich nicht mehr lohnen, die Sparer sollen ihr Geld  lieber ausgeben und investieren. So will man die Konjunktur in der Eurozone ankurbeln. Doch das hat verheerende Effekte: Die damit einhergehende Inflation enteignet Sparer langsam, aber sicher. Als Antwort flüchten viele mit ihrem Vermögen in Sachwerte, vor allem Immobilien.

Doch auch das hat Folgen: Durch den Run auf Sachwerte wie Immobilien entsteht eine Blase: Der Preis bläht sich auf. Und jede Blase platzt irgendwann. Das Platzen einer Immobilienblase hatte zu großen Teilen die Finanzkrise 2008 ausgelöst: Aber 11 Jahre später wird genau die gleiche Politik in Frankfurt gemacht, die New Yorks Banken in den Abgrund gestürzt und Millionen Menschen weltweit ruiniert hatte. Lernfähigkeit scheint bei den Staatsbankern nur begrenzt vorhanden zu sein. So führt die EZB eine gefährliche Geldpolitik fort: Der nächste Crash kommt bestimmt. Denn wo mit dem Feuer der staatlichen Marktintervention gespielt wird, da ist es fast schon Gesetzmäßigkeit, dass auch Feuer ausbricht.