Digitalisierung an Schulen? Nein, danke! Das funktioniert hinten und vorne nicht.

5 Antworten

  1. Holger sagt:

    Die Digitalisierung der Schulen scheitert, nicht zuletzt aber zuvorderst, schon daran, dass hierfür keine „human resources“ niemals nie nicht vorgesehen waren und sind. Es ist ja nicht damit getan, ein paar Tablets über der Schule auszuschütten. Da sind Aufgaben zu erledigen und zwar nicht im Nebenjob als affiner Lehrer. Nutzerverwaltung, Netzwerkadministration, Rollen und Berechtigungen, Fileserver, Druckermanagement, Regenerationsplanung, Contentmanagement, IT-Sicherheit, DSGVO, etc., etc. Allein jedes Jahr eine Abgangs- und eine neue Zugangsklasse erfordert in der Nutzerverwaltung ne Menge Manpower. So eine Schule mit ein paar hundert Schülern, ein paar Dutzend Lehrkräften, Verwaltung, Facility, usw. ist wie ein Betrieb. Die leisten sich eine eigene IT-Abteilung oder einen (teuren) externen Dienstleister. Solange bei der Digitalisierung der Schulen dies überhaupt keine Betrachtung findet, ist das System nach spätestens einem Jahr reif für ein „Re-Engineering“! Schönen Gruß aus der IT.

  2. Helmut sagt:

    Argh… die Autorin schreibt völlig am Thema vorbei. Ein Beispiel: Bei der Einführung digitaler Geräte in Schulen geht es weniger darum, dass nun alle bessere Noten bekommen. Neben der Anschaffung neuer Geräte muss natürlich auch die Belegschaft geschult werden. Hier kann ich aus dem Lehreralltag leider nur berichten: Junge Menschen sind willens, (fast) alle Lehrer über 45 Jahren sind nicht gewillt sich auf neue Unterrichtsmethoden einzulassen. Das ist aber weniger ein Problem der Politik, als eine Einstellungssache unserer Lieblingsgeneration, den Boomern.

    Die Leute, die vor 10 Jahren gesagt haben „Das Internet setzt sich nicht durch“ sollen nun die Digitalisierung in Schulen vorantreiben. Lächerlich. Das ist das Problem, nicht die Sache mit der Digitalisierung an sich.

    • Martin Hahn sagt:

      Der Einwand, die Autorin schreibe am Thema vorbei, ist unfair und geht selber an der Sache vorbei. Weder behauptet sie, es ginge um besser Noten noch dass Digitalisierung an sich schlecht sei. Sie beschreibt die Probleme, die an ihrer Schule bei der praktischen Umsetzung auftreten. Diese wiederum können verschiedene Ursachen haben, die mangelnde Bereitschaft (älterer) Lehrpersonen, sich darauf einzulassen, ist sicher eines davon. Solche Projekte müssen kompetent geplant werden, leider fehlen den Zuständigen da oftmals elementare Kenntnisse.

  3. Malik sagt:

    Sehr lebensnah!

    • Sebastian sagt:

      Was ist denn das Ziel der Digitalisierung, wenn nicht die Bildung zu verbessern. Digitalisierung kann doch nicht Selbstzweck sein. Hier werden Milliarden verpulvert, Lehrer sind überfordert und Schüler werden nicht besser. Es ist immer das Gleiche der Staat tut Dinge ohne die Konsequenz, den Nutzen und die Kosten zu bedenken. Erfahrungsberichte von Betroffenen sind wichtig, um die Richtigkeit staatlicher Erfolgsmeldungen einschätzen zu können. Man muss sich und wird sich an den Wandel anpassen müssen, Digitalisierung passiert. Der Staat ist mit Sicherheit nicht in der Lage sie zu gestalten, seine Aufgabe ist Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich die beste Lösung durchsetzten kann. Mit der staatlichen Brechstange funktioniert das nicht!