Die Linke outet sich: Hunko trifft Maduro

Von MANUEL FREUND | Dass der venezolanische Präsident Nicolás Maduro Politik betreibt, die weder dem Staat, noch seiner Bevölkerung oder seiner Wirtschaft gut tut, sollte für niemanden etwas neues sein. Er lässt sein Volk gänzlich verkommen und erwartet von anderen Ländern auch noch finanzielle Unterstützung, denn an der schlechten Lage Venezuelas sei ja eigentlich nur der US-Amerikanische Rauptierkapitalismus Schuld. Deswegen sollte es auch vollkommen selbstverständlich sein, dass man versucht, Maduros illegitime Herrschaft zu beenden. Immerhin unterdrückt und schädigt er seine eigene Bevölkerung.

Seit Beginn des Machtkampfes hat kein deutscher Bundestagsabgeordneter Venezuela besucht – und das ist auch gut so, denn ein politischer Besuch Venezuelas ist ein eindeutiges Zeichen von – zumindest einer geringen – Akzeptanz gegenüber der Schreckensherrschaft. Und wen wundert es, dass ausgerechnet ein Linke-Politiker das sozialistische Regime zuerst besucht. Der MdB Andrej Hunko flog nach Venezuela und hatte am 24. April ein Gespräch mit Maduro. Ein jeder würde versuchen, Maduro klar zu machen, dass er sein Volk nicht unterdrücken könne und dass seine sozialistische Politik nur zum Verkommen der venezolanischen Wirtschaft führe, immerhin ist ein Euro inzwischen schon mehrere tausend Bolívar wert. Aber nein, Hunko setzt nicht auf Klarstellung und Verdeutlichung der Probleme, er streift die leichte Unzufriedenheit Deutschlands mit Maduros Politik an. Hunko veröffentlichte selbst nach dem Treffen einen Facebook-Kommentar in dem er über das Gespräch erzählt. Darin sagt er: „Habe gestern den Präsidenten der boliviarischen Republik Venezuela, Nicolas Maduro, getroffen und die Solidarität mit dem venezolanischen Volk gegenüber Wirtschaftssanktionen und Kriegsdrohungen zum Ausdruck gebracht.“ Das heißt im Klartext: Hoch die Solidarität statt Kritik an Maduros Verbrechen. 

Es ist schon  perfide, dass sich der Linke-Politiker nicht klar von Maduro distanziert und teilweise sogar mit ihm sympathisiert, sodass der Anschein erweckt wird, Hunko würde sich Maduros Politik als Vorbild nehmen. 

Hunko stellt Maduro hier im Namen der Linken als Opfer dar und befürwortet ernsthaft die Position Maduros, keinen Druck mehr auf Venezuela auszuüben. Dabei sollte jedem klar sein, dass Maduro nur mehr Freiräume für seine Diktatur haben möchte. Die Linke verharmlost hier also eine Schreckensherrschaft und den wirtschaftlichen Abgrund, unter dem die Venezolaner enorm leiden. Aber was erwartet man denn von den Linken, dass sie Kritik am geliebten Sozialismus ausüben und auch nur eine Idee ihrer Ideologie in Frage stellen?

Der legitime Präsident Venezuelas heißt Guaido und nicht Maduro – doch die Linkspartei zeigt ihre Fratze als antidemokratische, antifreiheitliche Partei hier so offen wie lange nicht mehr. Kritik an Maduro? Fehlanzeige. 

Man möchte nur eine Frage stellen – wo bleibt der Verfassungsschutz? 

2 Antworten

  1. Lars Gewart sagt:

    Hätte ich einen Hut auf, ich würde Ihn ziehen!
    Euer Portal bringt Artikel, die ich so von ‘früher’ aus einigen investigativen Journalen kenne. Danke, für eure Arbeit!

  1. 6. Mai 2019

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