Die Grünen, die Energiewende und das Insektensterben

Von MAX ROLAND | Die Verschwörungstheorie über den militärisch-industriellen Komplex geht ungefähr so: Die USA fangen Kriege an, weil die Rüstungsindustrie die Politik beeinflusst, um an diesen Kriegen zu verdienen. Antiamerikaner haben hier ein richtiges Erfolgsmodell entdeckt. Zeit, es zu übertragen. 

Bühne frei für den ökologisch-industriellen Komplex! Heute schon über’s Insektensterben nachgedacht? Nicht? Gut! Bitte nicht zu viel nachdenken, sondern  einfach panisch werden, weil grüne Politiker hier die neueste Bedrohung mit Apokalypsenpotenzial gefunden haben.

Wir müssen ja sowieso noch diese andere Apokalypse aufhalten, den Klimawandel. Wir müssen weniger Co2 ausstoßen. Deswegen soll unser Strom nur noch aus erneuerbarer Energie kommen: Solarpanele und Kuhexkrement ergeben den gesunden Energiemix – mit Windrädern zusammen natürlich. 

Aber erstmal zurück zum Insektensterben. Eine Studie des deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) hat ergeben, dass etwas einen großen Anteil daran hat – Windräder. „Es handelt sich um eine Größenordnung, die durchaus relevant für die Stabilität der gesamten Population sein könnte“, sagt der Studienautor: Die Zahl der durch Windräder in Deutschland getöteten Insekten während der warmen Jahreszeit summiert sich auf 5,3 Milliarden pro Tag. Die Insekten sterben also wirklich… wegen der Energiewende? 

Das ist ja mal ein Geschäftsmodell – Man bekämpft die eine Apokalypse und schafft sich damit eine andere. Selbsterhaltung! Komischerweise wird kein Grüner sich zu diesen Zahlen äußern, wette ich. 

2 Antworten

  1. The Ovakilla sagt:

    „Das ist ja mal ein Geschäftsmodell – Man bekämpft die eine Apokalypse und schafft sich damit eine andere.“
    Will sagen: Das ist ja mal ein Geschäftsmodell – Man erfindet die eine Apokalypse und schafft sich damit eine andere.

  2. Kevin R. sagt:

    Immer wenn der Mensch unkontrolliert in die Umwelt eingreift zieht das schwerwiegende Konsequenzen nach sich. Das zeigt sich immer wieder. Auch in Fällen in denen der Mensch es vielleicht gut gemeint hat.