Die Autoindustrie – das Böse unter der Sonne?


Von Liana | Die EU-Kommission wirft deutschen Autokonzernen Kartellbildung vor. Die Autohersteller haben nach Erkenntnissen der EU-Kommission illegale Absprachen zu Technologien der Abgasreinigung getroffen. Diese gingen der Kommission zufolge von 2006 bis 2014. Sie beschloss nun auf die Konzerne Bußgelder in Millionenhöhe zu erheben.

Nun hört man in Medien wie dem Spiegel wieder das große Geplänkel über die “böse, böse” Autoindustrie. Ein ganz schön einseitiges Weltbild, was da gestützt wird, nicht wahr?
Das Thema wird verfälscht und aufgebläht.
Doch in der Thematik der Kartellbildung ist Kritik durchaus angebracht. Kartellbildungen hindern den Wettbewerb und somit einen funktionierenden freien Markt. Dies schadet am Ende der Wirtschaft und den Konsumenten. Zudem ist dies eine Bremse für jede Innovation, denn die fünf Autokonzerne Audi, Porsche, BMW, Volkswagen und Daimler sprachen sich über Jahre hinweg ab, was technische Entwicklungen betrifft. Die Frage ist nur: Warum bilden sie Kartelle?
Wie verwerflich diese Absprachen auch sein mögen, sind sie in meinen Augen auch ein Symptom für die Repression der Politik auf die Wirtschaft. Es werden den Autoherstellern ständig Steine in den Weg gelegt, es wird gefordert so schnell wie möglich umweltfreundlicher, ökologischer und am liebsten ein Auto in ein Fahrrad zu verwandeln. Und das in einer Industrie die auf ganz anderen Produktionen fundiert. Diese Umstellung benötigt nun mal Zeit.
Dies führte, zum Beispiel, auch zu der Manipulation der Abgaswerte, weil die Konzerne den dafür beauftragten Ingenieuren zu wenig Zeit gewährten, griffen diese dann zu Mitteln der Manipulation, um das gesetzte Ziel erreichen zu können. Und nun führt dieser Druck vielleicht auch zu Absprachen und Kartellbildungen.
Dies soll nicht das Rechtfertigen, was die Autokonzerne getan haben, es soll ein Versuch sein die Thematik aus einer anderen Perspektive zu betrachten und zu erklären.

1 Antwort

  1. tania sagt:

    bei mir im Kiez hing ein Plakat mit der Aufschrift: Die Straße für die Menschen, nicht die Autos…
    Menschen gut, Autos böse. Nur noch ein kleiner Schritt zu: der Mensch im (mit) Auto ist böse.