Das Klimaschutzpaket: Ein Überblick

Von Elisa David | Deutschland wird seine Ziele für 2020 zum Wohle des Klimas mit aller Wahrscheinlichkeit verfehlen – was für eine Überraschung. Dafür ist die deutsche Regierung umso entschlossener die Ziele für 2030 zu erreichen.

Bild: Olaf Kosinsky (kosinsky.eu)
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Nach stundenlangen Verhandlungen sind sie sich einig: Wir schaffen das! Wie wir das schaffen? Nun auf Kosten der Steuerzahler natürlich. Das Maßnahmenpaket für „besseren“ Klimaschutz der GroKo beinhaltet, der Bundeskanzlerin zufolge, vor allem im Verkehr und bei der Gebäudedämmung viele Anreize für ein klimafreundlicheres Verhalten der Bürger zu schaffen. Diese „Anreize“ sehen unteranderem vor, dass Benzin und Diesel verteuert, die Pendlerpauschale angehoben und der Einbau neuer Ölheizungen ab 2026 verboten werden soll. Außerdem will die Koalition den CO2-Ausstoß über einen Handel mit Verschmutzungsrechten verringern.

Unser Finanzminister ließ bereits verlauten, dass massive Investitionen geplant sind, die sich auf mehr als 54 Milliarden Euro bis 2023 belaufen werden. Deshalb sollen neue Einnahmequellen geschaffen werden. So soll zum Beispiel die Ticketsteuer auf Flugreisen billigere Bahnfahrten ermöglichen. Autos, die mehr CO2 ausstoßen, sollen bei der Kfz-Steuer schlechter eingestuft werden. Wer brav ein tristes klimafreundliches Leben führt, der wird “belohnt”, denn nun soll das Zugfahrten ja ein paar Euro günstiger werden.
Dass das nichts nützt wenn der Zug Stunden zu spät kommt, hat die Regierung auch schon bemerkt. Deshalb ist geplant, dass ab Ende 2022 ganze dreißig neue ICEs zum Einsatz kommen!
Da lohnt sich das ganze doch glatt, so sehen Belohnungen aus. Wer sich allerdings nicht artig bei dem Retten des Planeten beteiligt, wird mit den erhöhten Steuern auf den grünen Weg zurück geführt. Außerdem bezahlen sich die Millionen öffentlichen Ladestationen für Elektroautos, die bis 2030 geplant sind, nicht von alleine.

Die Regierung ist jetzt nach getaner Arbeit stolz auf sich, betont aber, dass sie das nicht alleine geschafft hat. Der Spiegel zitiert Olaf Scholz mit dem Satz: „Fridays for Future hat uns alle aufgerüttelt.“ Außerdem hat er noch so einige Statements abgegeben, die an dieser Stelle nicht unbeachtet bleiben sollten. Meine Lieblinge sind: „Was wir hier tun, sichert Arbeitsplätze” und „Es geht darum, dass wir den Klimaschutz als Chance nutzen, unsere Wirtschaft zu modernisieren und viele zukunftsträchtige neue Arbeitsplätze zu schaffen.”. Weg von den SUVs und der zuverlässigen Stromversorgung, hin zur guten alten Fahrradrikscha und den dreißig zusätzlichen ICEs – Modernisierung die bewegt, oder halt auch nicht. Olaf war nicht der Einzige, der eine Lobeshymne an die Schulschwänzer sang, auch unsere Angela, die sich dieses Mal doch recht wacker auf den Beinen hielt, versicherte den Demonstranten, dass die Regierung sich bessern werde.

Und wie danken die es ihr? Luisa Neubauer, der Kopf der deutschen Schulschwänzerbande, zeigt sich entgeistert. Sie hält das Kunstwerk der Regierung für eine Katastrophe. Es sei zwar nicht alles schlecht daran, ironischerweise hat es der Vielfliegerin besonders die Erhöhung der Luftverkehrssteuer angetan. Trotzdem hat die Regierung die Lektion scheinbar noch nicht gelernt: deshalb plant Neubauer den Druck zu erhöhen. So ist die Jugend von heute nun mal – ein undankbarer und aufmüpfiger Haufen von verzogenen Gören – dabei waren Angela, Annegret und Co. doch so stolz auf sich.

4 Antworten

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Dass die Eltern ihre Kinder nicht windelweich prügeln, die FÜR MEHR STEUERN auf die Straße gehen und das für Widerstand halten… Die schreien doch nach Verboten – also verbiete Ihnen bitte mal jemand diesen immer krimineller werdenden Irrsinn!

  2. Thomas Jacobs sagt:

    Warum denke ich bei den FfF-Kids nicht nur an Kinderkreuzzug, sondern auch wie zwanghaft an die Roten Garden, die HJ, die FDJ und die Small Boys Units… ?? Hoffentlich nur Phantasmagorien und keine Präfigurationen bzw. Antizipationen! Oder etwa doch “nihil sub sole novum” ??

  3. Jorgos48 sagt:

    Man(n) fasst es nicht. Der Kinderkreuzzug 2019 setzt die Regierenden unter Druck. Und die staatliche Propagandamaschine vernebelt die Gehirne. Das Ergebnis ist eine Massenhysterie. Und wenn die Milliarden verballert sind, macht das Klima was es seit Millionen Jahren macht. Es ändert sich, auch ohne den Menschen. Die nächste Eiszeit kommt bestimmt.

  1. 21. September 2019

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