“Cancel Culture” und der Angriff auf den offenen Diskurs

3 Antworten

  1. karlchen sagt:

    Also ich kann mit diesen ganzen schlauen neuen Wörtern wie „Framing“, „Identity Politics“, „Cancel Culture“ etc. nicht viel anfangen. Erstens sind sie nur neuer Lack auf alten Dingen, und zweitens suggerieren sie gezieltes Vorgehen, wo es sich einfach um beobachtbare Dynamiken von gewaltsamer Raumeinnahme handelt. Das macht den Benenner angreifbar, weil er sich dann leicht den Vorwurf einer Verschwörungstheorie einhandelt. Der Begriff Cancel „Culture“ ist bei Lichte betrachtet sowieso völlig unglücklich – auch wenn das engl. „Culture“ was anderes bedeutet als unsere „Kultur“. Folgt dann die „Denouncement Culture“ oder gar eine „Killing Culture“? Nein nein Leute, das ist alles nicht so zivilisiert, das nennt man Lüge, Randale, Rufmord, Gewalt… Verschleiert das nicht mit solchen akademischen Begriffen!

  2. Dr. Götze sagt:

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gleiche liegt so nah! Wo habe ich es gelesen, auf der Achse? Die Personalchefin von Adidas Deutschland wurde doch erst kürzlich gefeuert, weil sie in der Firma keinen generalisierten Rassismus sähe.

  3. M. Sonntag sagt:

    In Deutschland ist Cancel Culture noch nicht so angekommen …? Das funktioniert besser als gedacht. Ich habe dies selbst mehrfach als (ehemaliges) Mitglied des Leserbeirates einer großen Regionalzeitung erlebt. Bei Belanglosigkeiten war eine Diskussion möglich, bei Politik wurde durch die Journalisten hartnäckig und boshaft blockiert. Fakten sind in den elitären Kreisen im Gegensatz zu Emotionen unerwünscht, sie könnten schnell aufs Glatteis führen.