Brandanschlag auf AfD-Politiker – was sagt eigentlich Herr Restle?

Von Max Roland | Georg Restle ist mein Lieblingsjournalist. Der hat schon vor langer Zeit festgestellt: Journalismus sollte nicht nur „sagen, was ist“, sondern auch darstellen, was sein soll: Er ist für einen werteorientierten Journalismus. Georg hat natürlich die guten, die besseren Werte.

Und weil unser guter Georg so tolle und vor allem richtige Werte hat, ist er gegen die AfD. Unser Zwangsgebührenfinanzierter gegen-rechts-kämpfender Restle hat schon viel Platz für seine Anti-AfD-Stimmungsmache bekommen. So fabulierte er in den Tagesthemen, nachdem die Identitären als Rechtsextrem eingestuft wurden: „Wer A sagt, muss auch B sagen“. Jetzt müsse man auch gegen die AfD vorgehen – weil Georg das sagt. Für den Georg ist die AfD „keine normale Partei“.  Nein, für ihn eine ganz besondere. Es scheint fast schon eine erotische Fixierung zu sein, die er auf die AfD hat: Sein Twitter-Feed ist voll von Tweets über die AfD und „Rechts“. Er ist tatsächlich ein „Journalist über den Tag hinaus“. Wahrscheinlich trinkt er seinen Kaffee mit extra viel Milch, denn alles, was irgendwie braun gefärbt ist, kommt ihm nicht ins Haus. Weil der werteorientierte Restle wegen sowas schonmal per mit einer dicken Anzeige gedroht hatte („das kann jetzt richtig teuer werden“), möchte ich an der Stelle nicht sagen, dass er eine Antifa-Vergangenheit hat und diesem ideologischen Lager noch immer offensichtlich zugehörig ist. Ich möchte auch auf keinen Fall sagen, dass Herr Restle von Rundfunkgebühren bezahlt den neuen  Schnitzler macht. Nein, bloß nicht. 

Nun gab es in Sachsen-Anhalt einen Brandanschlag auf einen AfD-Politiker. Der Angriff wird von der Polizei als politischer Mordversuch behandelt: Unbekannte zündeten die Gartenlaube an, in der AfD-Kommunalpolitiker Sebastian Koch und seine Freundin schliefen. Die beiden konnten sich retten. Womit war Georg Restle eigentlich beschäftigt, während dieser Fall (sehr Beiläufig) in den Medien war? Er war bereits seit 10 Tagen dabei, die Beschäftigung mit einer Morddrohung gegen ihn recht Öffentlichkeitswirksam auszutragen. Natürlich, Morddrohungen gehen nicht – da bin ich auch ganz auf einer Linie mit allen Demokraten, von Rechts bis Links.  Gleichzeitig schweigt Herr Restle über einen Mordversuch an einem AfD-Politiker. Ich habe nirgendwo sehen können, dass Herr Restle sich von diesem Anschlag distanziert oder ihn verurteilt hat. Wahrscheinlich hat er das ja auch gar nicht nötig: Links und Gewalt schließen sich ja aus, wie wir spätestens seit den Straßenschlachten vom G-20-Gipfel in Hamburg wissen. 

Aber wenn wir jetzt die Logik von Herrn Restle und all diesen großen Gegen-Rechts-Kämpfern auf den Anschlag gegen einen AfD-Mann anwenden, dann haben diese Herrschaften ein ganz schön großes Problem. Dann haben sie nämlich, um Peter Tauber sinngemäß zu zitieren, mit ihrer Hetze den Boden für solche Gewalttaten bereitet. Herr Restle heult immer so auf, wenn AfD-Politiker ihn öffentlich angehen: Dass er das gleiche andauernd und, um es mit seinen Worten zu sagen, „über den Tag hinaus“ macht, ist dabei natürlich nebensächlich. 

Muss sich Herr Restle jetzt eigentlich zu einer Mitschuld am Brandanschlag bekennen, zusammen mit Herrn Peter Tauber und all den anderen?  Hat er jetzt – und dieser These müssten viele, gemessen an ihren Aussagen nach dem Mord an Walter Lübcke, eigentlich zustimmen – Durch geistige Brandstiftung diese Tat quasi erst verursacht? Oder gilt dieses Verursacherprinzip an dieser Stelle nicht mehr?

Nein, das wäre ja intellektuell unehrlich. Daher Mut zu gleichen Standards für alle! Wer A sagt, muss auch B sagen, hat Herr Restle schon richtig erkannt. Wer nach einem rechtsextremen Mord meint, die Kritiker des Opfers wegen „Hetze“ verantwortlich zu machen, muss das jetzt auch bei Leuten wie Herrn Restle im Bezug auf den Brandanschlag tun. Natürlich wird das jetzt nicht passieren. Denn was bei den einen „geistige Brandstiftung“ ist, ist bei den anderen „zivilgesellschaftliches Engagement“ und „aufrechtes Einstehen für Werte“. Deswegen wird kein Peter Tauber und vor allem kein Georg Restle jetzt selbstkritisch werden. Wieso auch? Es hat ja die Richtigen getroffen. Und wie nach dem Angriff auf Frank Magnitz wird jetzt jeder, der sich doch zu einer Verurteilung des Anschlages durchringen kann, mit einem kleinen Lächeln hinteherschieben, dass die AfD mit ihrer Diskursverrohung doch auch irgendwie selber schuld sei.  Georg Restle wird aber, so bin ich mir sicher, schweigen. Und sich lieber weiterhin dem Kampf gegen Rechts widmen, der ja schon brennend erfolgreich zu sein scheint.

2 Antworten

  1. Tja, Leute wie Restle machen der AfD das Leben schwer. Die kann man wirklich nur noch mit Sarkasmus ertragen. Oder indem man sie sich, wie ich es tue, gar nicht erst anschaut.