Betreuung in der Krise

7 Antworten

  1. Maria Ganz sagt:

    Ein sehr lesenswerter Artikel, dessen Inhalt bei mir den Eindruck erweckt, dass die staatlich angeordneten Maßnahmen zur Viruseindämmung und Vermeidung von Corona-Todesfällen an anderer Stelle Menschenleben, die nicht der landesweit mit Adleraugen bewachten Statistik zur Last fallen, aufs Spiel setzen – sei es durch unzureichende medizinische Versorgung anderer akuter Krankheitsfälle, die nun geringere Priorität zu genießen scheinen, oder gar durch die Freilassung gemeingefährlicher psychisch Kranker, wie der Artikel prägnant vor Augen führt. Komplexere Wirkungszusammenhänge lassen die sich ach so vorsichtig gebenden, aber völlig undifferenzierten Maßnahmen komplett außer Acht. Man könnte meinen, als würde einzig und allein nach dem Vorsatz gehandelt werden, sich lediglich im Kontext von Corona nichts zu Schulden kommen zu lassen. So eine Herangehensweise dient am Ende nur der Rettung des eigenen Ansehens der Entscheidungsträger und nicht der Menschenleben, zumindest nicht der corona-negativen.

  2. Abid Hussain sagt:

    Vielen Dank für diesen Text, der aus erster Hand die Dritte-Welt-Zustände in unserem Gesundheitssystem beschreibt. Ihr Mitgefühl und der klare Verstand sind es, über die ich mich gefreut habe. Bei unseren Krisenmanagern fehlt leider beides.

  3. Eva Scherrer sagt:

    ein sehr guter Bericht, der viele Faccetten des Versagens verdeutlicht.
    Die Chance in diesem Chaos besteht nun darin, unsere Mitmenschlichkeit und unser Zusammenleben neu zu regeln. Nicht nur Masken tragen, denn der Virus ist das Zeichen des versagens der Rationalität. Es fängt damit an alles vor Ort zu entscheiden, also Subsidiarität durchzusetzen, bevor eine höhere Ebene greift. Es geht bis bis zur Verteilung von Geldgerechtigkeit jenseits des neoliberalismus. Aber dazu bedarf es einer neuen Welt. Ich bin nicht sicher, ob diese unsere Gesellschaft das schaffen wird.

  4. Marco sagt:

    Vielen Dank für diesen Blick hinter die Kulissen. Ich habe lange als Krankenpfleger gearbeitet und kann Ihre Einschätzung in allen Punkten bestätigen. Würde man der Bevölkerung ausreichend FFP2 Masken und Händedesinfektionsmittel zur Verfügung stellen, hätte man vermutlich schnell alles im Griff. Aber das ist ja zu viel verlangt, im besten Deutschland aller Zeiten.

  5. Josef Brotmann sagt:

    Liebe Frau Schwarz,

    sehr realistischer und gut geschriebener Bericht aus dem realen Leben. Genau so ist es!
    Josef Brotmann

  6. Joachim Kuhnle sagt:

    Sehr beeindruckend geschrieben. Höchstpunktzahl von mir.

  1. 6. April 2020

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