Berlin kauft 6.000 Wohnungen für 920 Millionen zurück!


Von Niclas Bensberg | Die Gewobag hat am Donnerstag angekündigt, dass sie mit finanzieller Unterstützung des Landes Berlin, 6.000 Wohnungen in Spandau Berlin zurück kaufen wird. Vor rund 15 Jahren hatte Berlin diese Wohnungen im Zuge des Verkaufes der GSW abgegeben. Zur Erinnerung: Die GSW wurde für 420 Millionen verkauft und besaß 65.000 Wohnungen.


Stadtentwicklungssenatorin Lompscher (Linke) begrüßt das Ganze und sagt: „Mit dem Erwerb von knapp 6.000 Wohneinheiten schließen wir heute den größten Re-Kommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins ab!“
Den Zuspruch der CDU hat sie, nur die AFD und FDP finden, dass es ein komplett falsches Signal sei. Sibylle Meiste (FDP Fraktion) sagt: „Mit solch einer Politik
wird der Wohnungsmarkt immer weiter angeheizt […].“
Beatrix von Storch (AFD) twiterte dazu: „[…] Preisfrage: Wieviele Wohnungen sind dadurch zusätzlich entstanden? Und wieviele Wohnungen hätte der Senat für 920 Mio. ca. NEU BAUEN können?“
Ob dies nun wirklich eine so gute Idee war ist fraglich. Fest steht: Neubauen wäre günstiger und effektiver gewesen.

1 Antwort

  1. Thomas Jacobs sagt:

    Der IWF bemängelte vor ca. einem Jahr, dass Deutschland an vorletzter Stelle der Industrienationen stehe, die sowohl bestehende Schulden als auch andere finanzielle Verbindlichkeiten in der nächsten Dekade nicht mehr durch Staats-Besitz abdecken könne, da man zu viel des “Tafelsilbers”, also des “Volksbesitzes”, verkauft habe. Die finanzielle Lage in Bezug auf die Bonität der Öffentlichen Hand werde also durchaus prekär, falls eine Rezession drohe!
    Es bleiben dann nur weitere Abgaben- bzw. Steuererhöhungen übrig. Auf diesem Hintergrund könnte ein Rückkauf von Wohnungen sinnvoll sein, aber nur dann, wenn dadurch keine neuen Schulden gemacht werden müssen und wenn nicht ein hoher Sanierungsbedarf dieser zurück gekauften Wohnungen ansteht, der eine weitere Neuverschuldung anheizt! Dies bleibt nun abzuwarten! Möglicherweise wäre ein Neubau von Sozialwohnungen zur Schaffung weiteren Wohnraumes unter Zuhilfenahme privater Investoren sinnvoller gewesen. Neuer Wohnraum wird nämlich durch den Rückkauf nicht geschaffen! Es besteht also die Gefahr einer sich empor drehenden Kostenspirale für die öffentliche Hand Berlins! Die niedrigen Zinsen verleiten ja gerade etatistisch handelnde linke Politiker dazu. Die Zukunft wird zeigen, ob der Rückkauf sinnvoll oder nur ein Manöver auf dem Hintergrund linker “Verstaatlichungsfantasien” der ewig Gestrigen sein wird!