Ausländische Messermorde: Wenn die Medien wegschauen

Von Leon Hendryk | Für die Medien sind schlechte Nachrichten gute Nachrichten. Schlechte Nachrichten wecken das Interesse der Menschen, sie verkaufen Zeitungen und fesseln die Menschen an Smartphone und Fernseher. Auch Politiker äußern sich gerne zu schlechten Nachrichten, zumindest wenn sie diese nicht selbst ausgelöst haben. Ein Mord ist eine solche schlechte Nachricht, die sich positiv auf Klick-Zahlen und Einschaltquoten auswirkt. Denn in einer zivilisierten Gesellschaft erregen Morde Aufsehen, sie sind ein Zivilisationsbruch. Je brutaler die Gewalttat, je unschuldiger das Opfer, desto mehr Aufmerksamkeit in den Medien wird ein solcher Mord generieren. Eigentlich. Denn im letzten Monat gab es zwei Morde, die perfekt in dieses Schema gepasst hätten, aber kaum öffentliche Aufmerksamkeit generierten. 

Am 14. Oktober wurde in Paris ein zwölfjähriges Mädchen vergewaltigt, gefoltert und getötet. Ihr Name war Lola Daviet. Die Haupttäterin ist eine Algerierin, unterstützt wurde sie von einem ebenfalls algerischen Mann. Beide hielten sich illegal in Frankreich auf. Nachdem Lola am Freitagnachmittag nicht von der Schule heimgekommen war, wandten sich die Eltern an die Polizei. Am gleichen Abend fand man die verstümmelte Leiche der Zwölfjährigen. Die Haupttäterin hatte sie mit Klebeband erstickt und ihr später unter anderem die Kehle durchgeschnitten. Aufgrund eines Überwachungsvideos konnten die Tatverdächtige und ihr Helfer schnell ermittelt werden. Die beiden Täter hatten großzügig vergebene Studentenvisa ausgenutzt um sich illegal in Frankreich aufzuhalten. Zum Zeitpunkt des Mordes waren sie ausreisepflichtig. Abgeschoben wurden sie dennoch nicht. Zwei weitere Algerier wurden zudem als mögliche Helfer der beiden Täter verhaftet.

Ein wirklich großes Medienecho fand der brutale Mord an Lola nicht. Präsident Macron äußerte sich erst einige Tage später zu dem Fall und traf, nachdem sich die französische Öffentlichkeit über seine späte Reaktion empört hatte, zumindest die Eltern von Lola. Während in Frankreich immerhin noch die Zeitungen über den Fall berichteten, herrschte in Deutschland fast Funkstille. Wer auf der Website der Tagesschau versuchte einen Bericht über den Fall zu finden, hatte kein Glück. Auch die meisten großen Tageszeitungen, mit Ausnahme von Welt und BILD, schrieben keinen Artikel über den Mord. Der Grund dafür ist simpel: Lola ist europäisch, die Täter sind es nicht. In der Welt linker Medienmacher können nicht-europäische Menschen nur Opfer sein, aber keine Täter. Sind sie trotzdem Täter werden sie zu Opfern umgeschrieben, so wie im Falle des messerschwingenden Senegalesen der in Dortmund im August von der Polizei erschossen wurde. Lässt sich der Täter partout nicht zu einem Opfer umschreiben, dann ignorieren die meisten Medien den Fall schlichtweg. So geschah es im Fall von Lola. 

Zudem wirft der Fall ein Schlaglicht auf die gescheiterte europäische Migrationspolitik der letzten Jahrzehnte. Die beiden mutmaßlichen Haupttäter des Mordes hätten sich schon seit Jahren nicht mehr in Frankreich aufhalten dürfen. Bereits 2019 waren ihre Studentenvisa abgelaufen. Wären sie damals abgeschoben wurden, würde Lola heute noch leben. Doch der französische Staat setzt, ganz so wie Deutschland, sein eigenes Recht nicht durch. Das französische Politikmagazin Valeurs Actuelles berichtet, dass 99,7% der ausreisepflichtigen Algerier nicht abgeschoben werden.

Das gleiche Muster des Verschweigens wiederholte sich nur wenige Tage nach dem Mord an Lola, bei den Messermorden von Ludwigshafen am 18. Oktober. Dort hatte ein Somalier zwei deutsche Maler mit einem Messer getötet. Die beiden waren Zufallsopfer. Der Täter war wütend, weil er seine, bei ihrer Mutter lebenden, Kinder nicht sehen durfte. Nachdem er die beiden Maler mit einem großen Messer brutal niedergemetzelt hatte, schnitt er laut Polizeiberichten einem der Toten den Unterarm ab und machte sich damit auf den Weg zur Wohnung seiner Ex-Frau. Unterwegs überlegte er es sich offenbar anders und attackierte in einem Drogeriemarkt einen weiteren Unbeteiligten, der schwer verletzt wurde. 

Die Berichterstattung über diese schockierende Tat war minimal. Die Tagesschau berichtete am selben Abend ganze 23 Sekunden lang über das Geschehen, ohne Bilder vom Tatort zu zeigen. Zum Vergleich: Über den 100. Geburtstag der BBC wurde in der gleichen Sendung mehr als zwei Minuten lang berichtet. Ähnlich verhielt es sich mit anderen deutschen Medien. Berichte über den Mord schafften es nicht einmal auf die Titelseiten überregionaler Zeitungen. Mit wenigen Ausnahme wurde die Tat auch auf ihren Internetauftritten nur als Randmeldung behandelt, die Herkunft des Täters verschwiegen. Innenministerin Faeser äußerte sich eine ganze Woche nach der Tat erstmals zu dem Fall. Auch die Namen der getöteten Maler, Sascha K. und Jonas S., wurden erst spät veröffentlicht – man schien nicht zu wollen, dass der Doppelmord größeres Aufsehen erregt oder sich Menschen mit den Opfern identifizieren.

Hier zeigte sich das gleiche Schema wie beim Mord an Lola: Der Täter ist Afrikaner, die Opfer sind hingegen Deutsche. Anscheinend halten es viele deutsche Journalisten deshalb für ein Unding diesem „Einzelfall“ auch nur ein Mindestmaß an Aufmerksamkeit zu schenken. Dazu kommt, dass die Tat möglicherweise ein kritisches Licht auf die Migration aus Somalia nach Deutschland wirft. Schließlich scheint gewaltfreie Konfliktlösung keine Kernkompetenz der dort lebenden Menschen zu sein, wie der schon seit Ewigkeiten im Land herrschende Bürgerkrieg eindrucksvoll beweist. Möglicherweise wäre es der inneren Sicherheit zuträglich, weniger Einwanderung aus Somalia und ähnlichen Ländern zuzulassen. Doch in deutschen Redaktionsstuben will man auf jeden Fall verhindern, dass der deutsche Michel zu diesem Schluss kommt. 

Somit bleibt die Feststellung: Öffentliche Beachtung finden Morde in Deutschland nur, wenn sie in ein vordefiniertes ideologisches Schema passen. Ist der Täter Ausländer und das Opfer europäisch, wird der Fall totgeschwiegen. Auf der anderen Seite werden die seltenen Straftaten in denen Ausländer Opfer von Deutschen werden von den Medien in besonderer Weise hervorgehoben. Morde müssen also absurderweise „politisch korrekt“ sein, um ein großes Medienecho zu finden. Selbst die Sensationslust der Medien tritt hinter diese ideologische Einschränkung zurück. 

Europäer die das Opfer von Straftaten von nichteuropäischen Ausländern werden, haben deshalb schlichtweg Pech gehabt. Ihr Tod ist offensichtlich unwichtig und keiner ausführlichen Berichterstattung wert. Konsequenzen werden aus den Morden von Paris und Ludwigshafen nicht gezogen. Wie viele Lolas werden noch sterben müssen, bis sich das ändert?



1 Antwort

  1. Peter Reuter sagt:

    Zumindest bei dem Fall in Frankreich frage ich mich ob man nicht jemanden verklagen kann. Beihilfe zum Mord durch Unterlassung ist doch hier ein Straftatbestand, oder nicht? Das gibt Aufsehen…

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