Auch hohe Militärs jetzt gegen Maduro

Von ADRIÁN | Die Ereignisse in Venezuela überschlagen sich. Nachdem sich die hohen Militärs zunächst hinter Maduro stellten, könnte auch hier jetzt ein Wechsel folgen.

José Luis Silva, seines Zeichens venezolanischer Militärattaché in Washington, stellte sich heute hinter den oppositionellen Parlamentspräsidenten. Er fordert, dass Maduro nicht mehr als legitimer Präsident anerkennt wird. Er stimmt Guaido zu, dass seine Handlungen “im Einklang mit der Verfassung und den Gesetzen Venezuelas” ist. Damit gibt es jetzt auch aus den oberen Rängen des Militärs Widerstand gegen Maduro. Das Militär galt bis dato als letzter Rückhalt des sozialistischen Regimes.

Währenddessen zögert die deutsche Bundesregierung weiterhin mit ihren Aussagen, auch wenn allein die “Drohung”, Guaido als Interimspräsidenten anzuerkennen, schon mehr ist als man sonst von der Bundesregierung und insbesondere Außenministerchen Heiko Maas erwartet. Trotzdem handelt sie hier mal wieder inkonsequent. Statt einfach mal Fakten zu schaffen und Druck auf Maduro auszuüben, wartet man lieber ab und hält sich aus dem Geschehen raus.

Die USA gingen bereits am Mittwoch mit gutem Beispiel voran und ließen direkt die Anerkennung Guaidos verlauten.
Währenddessen wird die Haltungsschwäche Deutschlands auf internationaler Ebene immer offensichtlicher. Mal wieder schaffen wir es nicht, uns eindeutig gegen Diktatoren zu positionieren.