AKK auf Linkskurs: CDU-Vorsitzende will 50%-Frauenquote

Von Sebastian Thormann | CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer möchte bis 2023 eine feste Frauenquote von 50% durchsetzen. Das berichten “Rheinische Post” und “The Pioneer”. Eine entsprechende Vorlage wurde der CDU-Satzungskommission präsentiert.

Die verbindliche Frauenquote von 50% geht damit sogar noch deutlich weiter als ein zuvor von der Frauen-Union diskutierter Vorschlag einer Quote von einem Drittel.

Außerdem sollen die Lesben und Schwule in der Union als Sonderorganisation der CDU anerkannt werden. Bemerkenswert, denn 2018 entzog die CDU-Führung genau dieses Privileg dem wirtschaftliberal ausgerichteten Wirtschaftsrat der CDU und den konservativen Christdemokraten für das Leben.

Die Frauenquote ist dabei ein urlinkes Thema. Erst kürzlich ist das von SPD, Linke und Grüne beschlossene sog. Paritätsgesetz beschlossen in Brandenburg in Kraft getreten, das eine Frauenquote von 50% bei der Aufstellung von Wahllisten verlangt. Als die CSU-Führung Vorstöße in eine ähnliche Richtung machte, wurde sie vom Parteitag gestoppt. Die Frauenquote ist an der Unions-Basis und in der JU zu recht sehr unbeliebt.

Eine Quote ist und bleibt unfair und undemokratisch. Denn damit wertet man Geschlecht vor Kompetenz. Was das bedeutet ist zwangsläufig, dass man aufgrund des Geschlechts bevorzugt und benachteiligt. Die CDU hat nämlich einen Frauenanteil von etwas mehr als einem Viertel und der ist damit kleiner als sowohl der Ein-Drittel-Vorschlag als auch der AKK-Vorschlag von 50%.

Grundsätzlich sollte das Geschlecht für die Wahl von Repräsentanten überhaupt keine Rolle spielen. Und das muss es auch nicht. Welche Partei, wenn nicht die CDU hat das eindrucksvoll gezeigt? Schließlich wurde die erste Bundeskanzlerin von der Union gewählt – ganz ohne Quote.

Man kann sich auch durchaus fragen, welche Legitimation Kramp-Karrenbauer noch als CDU-Parteichefin hat, schließlich hat sie bereits vor Monaten ihren Rücktritt angekündigt. Statt den Übergangsprozess zu organisieren greift sie jetzt aktiv in die zukünftige Ausrichtung ein, die sie eigentlich ihrem Nachfolger überlassen sollte. Es ist eher an der Zeit, dass sich die CDU mit einer klaren inhaltlichen Positionierung auseinandersetzt, anstatt sich mit Quoten an einen linken Gleichmacherei-Gedanken nach dem Motto “Gleichheit statt Gleichberechtigung” anzubiedern.

3 Antworten

  1. Dr. Götze sagt:

    Eine Koalition von CDU und AFD, quasi eine Werteunion könnten Deutschland aus dem Dreck ziehen! Auch wenn sich das Unheil, dass die unseelige Pastorentochter angerichtet hat, wahrscheinlich erst in Generation wieder glätten würde…

  2. fröhlicher Landmann sagt:

    Und damit sind wir wieder bei dem Urübel der deutschen Politik der letzten Dekade: dem schleichenden Linkskurs der CDU. Von wievielen Verwerfungen wär unser Land verschont geblieben, wenn die CDU doch bei ihren einst konservativen Positionen geblieben wäre?

  3. Rüdiger Engelhardt sagt:

    Kompetenz ist heute nicht mehr gefragt.
    Es ist früher nicht alles Gold gewesen und Frauen haben so ihre Schwierigkeiten gehabt.
    Dafür haben wir aber im Bundestag Frauen mit Kompetenz gehabt, Frauen denen mit Achtung und Respekt begegnet wurde. Die letzte Frau aus diesen Reihen dürfte Kristina Schröder gewesen sein. Sie hatte noch den Blick für die Realität und war ideologisch nicht auf Linie. Danach ging es mit der Albrecht-Tochter steil bergab.
    Wenn ich mir dagegen anschaue was heute im Bundestag herumspringt, sehe ich nur Ideologie gepaart mit Dummheit. Frauen die, ob ihrer Inkompetenz, unsere Bundeswehr gegen die Wand fahren, die nicht für das Volk da sind, sondern nur an die eigene Tasche denken die es zu füllen gilt und die die Verwandschaft und den Freundeskreis mit Taschengeld, Pöstchen und Beraterverträgen beglücken. Es gab einmal eine Zeit, da sind Politiker wegen, für heutige Verhältnisse gesehen, Kleinigkeiten zurückgetreten. Heute heißt es dagegen den fetten, wohlgenährten Hintern am Stuhl kleben lassen. Auf Neudeutsch nennt man es Aussitzen.
    Den Weltmeistertitel in dieser Diszipin dürfte mit weitem Abstand unser führender Stasispitzel aus der Uckermark haben. Ein Kanzler der sich nicht an Recht, Gesetz und bestehende Verträge hält, der grundsätzlich Politik gegen das eigend Volk macht und es belügt, was hätte man früher mit dem gemacht?
    Unter diesen Voraussetzungen eine Frauenquote von 50%? Mir reicht es wenn wir wenige Frauen, aber bitteschön mit Kompetenz ausgestattet, im Bundestag haben. Dann weiß ich das es wieder Politik für das Volk gibt. Denn solche Frauen sind in der Lage sich unseren ganzen Schrott, den wir inzwischen an Männern im Parlament haben, erziehen zu können. Diese Chance sehe ich z.Zt. aber nur bei CDU und AfD. Bei allen anderen Parteien ist der ideologisch verblendete Zug in Richtung linksradikalem Sozialismus abgefahren.