AfD im Osten stärkste Kraft

3 Antworten

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Ja was sind denn das für subversive Ideen – Regierungspolitik überdenken? Also sowas!
    Aber im Ernst: wie konnte es nur gelingen, die einzige Opposition so nachhaltig zu diskreditieren? Und wird das mal sein Ende finden?

  2. Germanium32 sagt:

    Ich erinnere mich noch an die Umfragen 2017. Bis zum September hin war die AFD da mit 6-8% gelistet. Erst kurz vor der Wahl erklomm die AFD laut Umfrage die 10% und es glichen sich Umfragewerte und das tatsächliches Ergebnis an.
    Szenario 1
    Es entspricht der Wahrheit, die Menschen haben sich in letzter Minute umentschieden.
    Szenario 2
    Es entspricht der Wahrheit, die Menschen haben sich es mit näherrückender Wahl auch GETRAUT in Umfragen ihre Präferenz zu offenbahren.
    Szenario 3
    Es wurde, je weiter Stichtag noch in unüberprüfbarer Ferne lag, BEWUSST Stimmung erzeugt. Erst zum Stichtag hin musste man seine “Vorhersagen” mit der Realität abgleichen.

    Herdentier-Charakter-Wackelkandidaten kann man mit “ich will nicht zu den Verlieren gehören / wenn so viele anders wählen, hat meine Partei dann vielleicht Unrecht?” Zweifeln, leider ganz gut beeinflussen.
    Und machen wir uns nichts vor, deutsche “Tugenden” wie Fleiss, Ordnungsliebe, Pünktlichkeit… kann man auch mit Sklavenmentalität, Gehorsam, Kontrollerziehung… übersetzen und solche “Tugenden” bestärken die Herdentier-Affinität.

    Das eine:
    Ich würd nicht geben auf Umfragen, deren Überprüfbarkeit/Stichtag in weiter Ferne liegen, wie Wahlen in Westdeutschland.

    Das andere:
    Ich finds echt putzig, wenn befragt was deutsche Werte sind, obige “Tugenden” hervorsprudeln. Preussischer Gehorsam, aka Ordnungsliebe und besser fürn Sklavenlohn knuffen, statt für höhere Löhne zu streiken, aka “schwäbischer Fleiss”… in manchen Punkten kann “Nie wieder Deutschland” sogar unterschreiben;.)
    Ganz besonders bei ner anderen “Tugend” der deutschen Gründlichkeit. Wie gründlich wir gerade die “Geschlechtergerechtigkeit” übertreiben, immer mehr halluzinierte Nazis enttarnen, die Welt im Allgemeinen und das Klima im besonderen Retten… da kann nur Angst und Bange werden vor deutschen “Tugenden”, die ja per se nicht schlecht, ganz im Gegenteil, nur eben dank deutscher Gründlichkeit gern völlig masslos überzogen daherkommen und sich leider auch auf unsere Mentalität “vererben”.
    Es gibt die altbackene Bierzelt-Rechte die gerne pauschalisiert, gerne schwarz-weiss denkt und sich deutschtümelnd selbst glorifiziert und es gibt die smarte Auf-Rechte, die differenzieren kann und die Fähigkeit zur Selbstkritik besitzt.
    CSU Wähler sind eindeutig eher altbacken/deutschtümelnd die noch nicht begriffen haben, was konkret auf dem Spiel steht und in guter “das haben wir schon immer gemacht” Tradition ihr Kreuz auch lieber beim Altbewärten machen. Solange Kreuz-Söder ein Heimatmuseum und andere Blendgranaten für die Weisswurscht-Filtterblase abfeuert, iss ja alles gut. Keine Ahnung, worauf ich hinauswill, aber die permanente Selbstbezichtigung als “konservativ” halte ich für falsch. Der Begriff ist mit altbacken, deutschtümelnd, hinterwäldrerisch… konnontiert. Genaugenommen wollen wir ja ehemals progressive Errungenschaften BEWAHREN. Die Meinungsfreiheit, die Gleichberechtigung, sexuelle Selbstbestimmung… alles Werte, die über Jahrhunderte teilweise mit Blutzoll erkämpft werden mussten. Die Hyper-Progressiven verramschen diese Werte gerade an ein anderes Mittelalter, sind ergo ziemlich reaktionär. Mit “konservativ” als Köder im aktuellen Zeitgeist-Teich zu fischen halte ich für ziemlich fraglich.
    Auch “liberal” ist zwielichtig, in punkto Werte beschreibt es uns gut, in punkto Markt ist das leider auch von Manchester-Kapitalisten missbraucht.
    Für am wenigsten missverständlich und am wenigsten missbraucht, halte ich das Adjektiv “freiheitlich” für uns Minimal-Staatler.

  1. 22. April 2019

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