12 Thesen, warum Masken so gar nicht super sind

Von Gesche Javelin | Über zwei Jahre Maskenpflicht. Im Supermarkt sieht man nur halbe Gesichter. Sauerstoffmangel ist nicht nur, wenn Menschen beatmet werden müssen präsent, sondern verfolgt einen auch im Alltag. Man soll sich jeden Tag Stoff vors Gesicht klemmen. Und jetzt, wo endlich Freiheit in den Tiefen des Coronawirrwarrs aufblitzt, fordert die taz uns dazu auf, die Masken aufzulassen. Dafür hat die Autorin zwölf Thesen aufgestellt, „warum Masken super sind“, die meiner Meinung nach sehr gut darstellen, was Sauerstoffmangel für negative Folgen auf das Gehirn haben kann. 

Ich kann es kaum erwarten, dass die Maske endgültig fällt. Deswegen hier meine zwölf Thesen; warum ich Masken nur noch im Theater sehen möchte:

  • Sicherheit?

Einige Menschen scheinen während der letzten zwei Jahre einen regelrechten Maskenfetischismus entwickelt zu haben. Ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie durch die Maske ein Gefühl von Sicherheit vermittelt bekommen. Bekanntlich ist das Bedürfnis nach Sicherheit für den Menschen mit am Wichtigsten. Scheinbar übersteigt es hier sogar das Bedürfnis nach freiem Atmen. Dabei ist fraglich, ob Masken überhaupt die versprochene Sicherheit gewährleisten.

  • Unfreiheit

Die Maske bedeutet eine Einschränkung der Freiheit. Vor allem die Einschränkung, nicht frei atmen zu können. Aber auch die Einschränkung, ohne Maske in der Öffentlichkeit nirgendwo mehr erwünscht zu sein. Man kann nicht mehr spontan einkaufen gehen, wenn man keine Maske dabei hat. Freiheit hat normalerweise in einer Demokratie einen sehr großen Stellenwert. In Deutschland wohl nicht mehr so.

  • Atemnot, Übelkeit, Hautprobleme … 

Ganz Deutschland leidet darunter. Wir sollen unseren eigenen Atem wieder einatmen. Jeden Tag in der Schule sollen wir aushalten, die kondensierte Atemluft in unserem Gesicht kleben zu haben oder zu merken wie einem schummrig wird. Und mit den Hautproblemen, die uns sowieso quälen, will man es uns auch nicht einfacher machen. Man gibt sein ganzes Taschengeld aus und hat schon alles ausprobiert, um die Pickel endlich loszuwerden, um dann vom ganzen Maske tragen wieder Pickel zu bekommen.

  • Konzentration nimmt ab

Die Konzentration sinkt stetig. Und nicht nur vom Sauerstoff im Blut. Ein Großteil der Klasse wirkt so, als würden sie gleich einschlafen. Bei Einigen sind das vielleicht auch noch die Nachwirkungen vom nächtlichen Zocken, aber bei vielen hat die Konzentrationsfähigkeit seit der Maskenpflicht einen neuen Tiefpunkt erreicht.

  • „Niemand versteht mich“

Wer hat schon Lust gegen eine Wand zu reden. Jetzt ist es zwar keine Wand aber eine Schicht Stoff. Bei jedem zweiten Schüler versteht der Lehrer nicht, was gesagt wurde und das liegt nicht immer daran, dass der Schüler Unsinn vor sich hin murmelt.

  • Das Immunsystems hat Kontaktängste

Tatsächlich gibt es positive Effekte, wenn man krank ist. Das Immunsystem braucht Training. Es wird nicht besser, wenn man es 24/7 in Watte gepackt hat. Ich höre immer wieder von unterschiedlichen Seiten, dass sie jetzt zu Corona so oft erkältet sind, wie nie zuvor. Isolation hilft scheinbar nur gegen eine Krankheit und auch da nur beschränkt. 

  • Konfrontation ist die beste Therapie

Nicht nur dem Immunsystem fehlt der Kontakt. Viele Menschen haben Angst davor, die Maske abzuziehen. Die Sicherheit, die ihnen das Tuch verspricht, einfach aufzugeben, scheint unvorstellbar und unverantwortlich. Die Angst sich anzustecken und auf der Intensivstation zu enden ist zu groß. Dann lieber schlecht atmen statt Beatmungsgerät, lautet da die Devise. Dabei sagt man doch, dass die Konfrontationstherapie zu den wirksamsten Methoden gegen Angststörungen zählt…

  • Leben ist kontaktfreudig

Distanz dominierte die letzten zwei Jahre. Doch was ist das für ein Umgang, wenn man den Nachbarn nicht mehr sieht, niemanden mehr hinter der Maske erkennt und soziale Kontakte fremd sind. Gut, das mit den Nachbarn ist für manche vielleicht ein Segen. Trotzdem: Leben braucht Berührung.

  • Wer bist du?

Neulich habe ich meine Lehrerin ohne Maske auf dem Schulhof gesehen. Ich muss sagen, ich war sehr verwirrt. Gefühlt stand ein anderer Mensch vor mir. Ich habe sie noch nie ohne Maske gesehen. Sie hat ziemlich auffällige blonde Locken, sodass ich sie eindeutig identifizieren konnte, ansonsten hätte ich sie ohne Maske wahrscheinlich nicht erkannt.

  • So viele Vögel

Ganz abgesehen davon, dass man die Menschen nicht erkennt, könnte man sie manchmal mit Vögeln verwechseln. Vor allem die FFP2-Masken sehen aus wie Schnäbel. So viel zum Thema, Masken machen attraktiver …

  • Spaß, Lachen, Reden

Ich laufe durch die Stadt und ich sehe nur emotionslose Menschen an mir vorbei hetzen. Kein Lachen, noch nicht mal ein Lächeln läuft einem über den Weg. Alles verborgen hinter mehreren Schichten Stoff. Selbst das Reden wird unter der Maske gedämpft und ich muss immer zweimal nachfragen bis ich die Person verstehe. 

(Wenn ihr mal wieder herzhaft lachen wollt, kann ich euch empfehlen, die zwölf Thesen mal durchzulesen. Den Großteil ihrer „Argumente“ kann man schon als Gegenargument nehmen. Danke für die wunderbare Vorlage.)

  • Glücklich sein?

Wenn die Menschen sowieso den Gesichtsausdruck nicht mehr sehen können, warum dann noch lächeln? 

Wenn man lächelt werden Glückshormone ausgeschüttet. Dafür muss es noch nicht mal ein ehrliches Lächeln sein – und die taz-Autorin freut sich noch darüber, dass sie nicht mehr so viel lächeln muss.

1 Antwort

  1. Martin1 sagt:

    Hat sich mal jemand Gedanken über die Umweltbelastung gemacht?
    Plastiktüten und -Besteck wurden verboten, die Masken sind aber auch aus Plastik/Erdöl
    X Milliarden Menschen verbrauchen täglich eine neue Maske, die dann entsorgt werden muss.
    Krank!