Wut der Iraner noch lange nicht vorüber

von MAX ZIMMER | Gewisse Machtpositionen des islamischen Regimes mahnten sich wohl schon in Sicherheit, flammten die starken Proteste Anfang Januar nach wenigen Tagen wieder ab.
Doch die Unzufriedenheit im Reich der Mullahs scheint noch längst nicht überwunden.
Offiziell bereiten den Menschen steigende Lebenshaltungskosten, hohe Arbeitslosigkeit und Inflation Unmut.
Seit mehreren Tagen streiken nun wieder tausende Arbeiter, über das ganze Land verteilt.
Hinter den eigentlich ganz pragmatischen Motiven der Streikenden sind aber vor allem die jüngeren Massenproteste und Ausschreitungen anfang des Jahres, bei dem viele Menschen schon fast in Revolutionsstimmung Grundsatzkritik am autokratisch-islamischen Herrschaftssystem der Mullahs übten von Bedeutung.
Als Symbol der damaligen Proteste stand die Frau, welche sich illegal von ihrem (im Iran verpflichteten) Hijab befreite, und diesen demonstrativ und rebellisch nach oben hielt.
Sie wurde hinterher verhaftet, und nun vor wenigen Tagen zu 2 Jahren Haft verurteilt- weil sie öffentlich ihre Haare zeigte.

Es ist nur zu hoffen, dass sich eine Regimekritische Gegenöffentlichkeit gegen den Willen der autoritären Herrscher durchsetzt.
Vielleicht erlebt der Iran ja eine zweite, diesmal demokratische Revolution, im besten und wünschenswerten Falle sogar ohne Blutvergießen.
Dass anti-westliche Apologeten bereits präventiv und als versteckte Unterstützung der Mullahs eine CIA finanzierte Bewegung zu sehen vermögen, sollte die liberalen Geister der Gesellschaft nicht davon abhalten, auch entgegen einer Stimmungsmache der Wahrheitsapostel für wirkliche Menschenrechte einzustehen.

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