Wie ehrlich war die No Al-Quds Demo in Berlin? Ein Erfahrungsbericht.

Von JEREMY F. | Als Reaktion auf den den jährlich stattfindenden antisemitischen und Iran- finanzierten Marsch Al-Quds Day (al kuds tag) findet seit ein paar Jahren der sogenannte No Al-Quds Tag statt. Mit ihm geht ein Pro-Israelischer Protestzug einher, der von vielen großen deutschen Organisationen unterstützt wird. Dieses Jahr fand der Marsch unter dem Motto „Gemeinsam gegen Antisemitismus, Islamismus und Homophobie – Solidarität mit Israel und der iranischen Demokratiebewegung!“ statt.

Klingt vernünftig – aber wie sah es wirklich aus? Apollo war vor Ort! Ein Erfahrungsbericht.

Die Demo ging am Samstag um 13:30 los ich war allerdings mit einem Freund schon ca. eine Stunde früher da, um bessere Plätze bei der Startkundgebung zu bekommen. Ich erwähne das, weil es einen Zwischenfall gab bevor es überhaupt losging: Ein offensichtlich betrunkener Mann (wohl arabischer Herkunft), fing an uns von weitem auf gebrochenem Deutsch anzuschreien. Was er schrie konnte man leider nicht verstehen – freundlich gegenüber uns und unserer Israel-Flagge schien er aber nicht gestimmt. Er kam immer näher und zeigte er auf unsere Israel-Flaggen und fragte, ob wir die Geschichte von Jesus kennen würden. Als er dann gegen unsere Flaggen schlug und immer lauter wurde, schritt die Polizei ein und forderte den Mann auf zu verschwinden. EInen sehr guten Endruck von unserer Gegenseite hatten wir schonmal!

Es wurden endlich mehr und mehr Leute. Größtenteils sah man Israel-, Jerusalem-, Regenbogen- und Kurdistan-Flaggen, aber auch die Persische (die Flagge des Vormullah’schen Iran) und die der SPD und des Deutschen Gewerkschafftsbundes waren da. Auf Schildern standen sprüche wie „Hamas benutzt Kinder als Menschliche Schutzschilde.“ oder „Israel is on the Map to stay.“. Ab und an hörte man einige „Free Palästina“-Schreie und wüste Beleidigungen. Davon ließ sich der Marsch aber nicht beeinträchtigen. Wir kamen Gegen 15 Uhr am Ende der Route an. Dort sollten wir auf den Al-Quds Marsch treffen. Ein paar Leute hielten Standartmäßige Reden darüber, dass Homophobie, Rassismus und Antisemitismus Nichts im bunten Berlin verloren hätten – von wem eben jene Gefahren ausgehen wurde gekonnt übersprungen. Doch dann sprach ein Redner – zu meiner Überaschung – davon, dass die meisten antisemitischen Übergriffe zurzeit vom Islam ausgehen und dass man davor auf keinen Fall die Augen verschließen darf. Die Kuschelpolitik mit dem nahen Osten und vorallem dem Iran müsse sofort aufhören. Die Deutsche Botschaft soll nach Jerusalem umziehen. Klare Worte – endlich!

Später wurden dann Parolen für die Konfrontation mit dem Al-Quds Marsch vorbereitet. Wir mussten durch große Polizeieinsätze geschützt werden. Dass der Al-Quds Marsch bald bei uns ankam wurde durch die vielen Wagen der Polizei angekündigt. Als sie vorbeizogen wurden von unserer Seite laut Lieder wie „Tel Aviv“, „Toy“ oder am Ende „Hatikvah“ (die Nationalhymne Israels) gesungen. Wenn gerade nicht gesungen wurde hörte man Buh-Rufe, die aber von unserer Seite problemlos wieder übertönt wurden. Die kulturbereichernden Fachkräfte und gemäßigten Israelkritiker auf der Gegenseite (die im vergangenen Jahr noch Parolen wie „Tod den Juden“ schrien) hatten Flaggen des islamistischen Iran, von Syrien, der Türkei, ekelhafterweise auch von Deutschland und natürlich vorrangig die „Palästinas“. Wagen mit der Aufschrifft „Boykott Israel“ fuhren vorbei – mir wurde schlecht.

Im Endeffekt war ich doch positiv Überrascht, da die „Wir sind gegen rechtsextremen Antisemitismus aber der Islam bedeutet Frieden“ – Strategie nicht ganz durchgehalten werden konnte und an etlichen Stellen ehrlich und klar Stellung bezogen wurde. Die Okkupationsversuche der SPD oder des tief-linksgrünen „Lesben und Schwulenverbandes“ sind zumindest nicht auf ganzer Linie erfolgreich gewesen. Ein kleiner Lichtblick!

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