Verdienen Fußballprofis zu viel?

Von MARVIN WANK | Das Thema ist ein Dauerbrenner: Immer wieder fühlen sich Aktivisten, Politiker und Journalisten durch die nach ihrer Auffassung viel zu hohen Gehälter von wahlweise Fußballspielern, Managern oder Bankern benachteiligt. Der überdurchschnittliche Verdienst dieser Menschen stehe in keinem Verhältnis zu ihrem tatsächlichen Wert für die Gesellschaft.

Zu behaupten, man könne den könne den Wert eines Menschen für die Gesellschaft beurteilen ist eine engstirnige Anmaßung, die ihres gleichen sucht. Der einzige, der dies kann, ist die Gesellschaft selbst.

Ein Thomas Müller verdient nur deswegen so viel Geld, weil sich Zehntausende die Spiele seines Vereins im Stadion ansehen und Millionen das Spektakel vom Fernsehsessel aus verfolgen. Diese Menschen könnten auch zu ihrem lokalen Kreisligaclub gehen, wo der Eintritt ein Hundertstel kostet. Sie entscheiden sich aber freiwillig, viel mehr Geld auszugeben, um ein Bundesligateam live zu sehen.

Wenn ein Fußballverein sich nun dazu entscheiden würde, seinen Spielern deutlich weniger Gehalt zu zahlen, so würden diese ihren Vertrag nicht verlängern und sich einen neuen Verein suchen. Mangels guter Spieler würde dieser Verein absteigen und an Attraktivität verlieren. Weniger Menschen würden sich also dazu entscheiden, ihr Geld diesem Verein zu geben, da er ihr Bedürfnis nach gutem Fußball nicht länger erfüllt. Spieler müssen also so viel Geld bekommen, damit sie weiter für den Verein spielen und der Verein kann ihnen nur deshalb so viel bezahlen, weil die Menschen sich die Tickets kaufen.

Jeder Lohn auf dem freien Markt ist fair. Die Konsumenten entscheiden allein, welche Dienstleistungen ihnen wie viel Geld wert ist. Nicht „die Reichen“, die Illuminaten oder das internationale Finanzjudentum entscheidet, wer wie viel Verdient. Diese Entscheidung obliegt buchstäblich dem einfachen Volk. Es ist schwer zu sagen, welches Problem unsere Gesellschaft schwerwiegender ist: Die Neidkultur oder das allgemeine vollständige Unverständnis basisökonomischer Zusammenhänge.

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