Venezuelas Wirtschaft bricht ein: 16,6% Wirtschaftsschrumpfung

 

Von MAX ZIMMER | Woran denken Sie, wenn Sie das Wort Venezuela hören?
Die wenigsten werden an südamerikanische Sandstrände, Ölreichtum oder volkswirtschaftlichen Wohlstand denken.
Stattdessen ist das mediale Bild Venezuelas zurecht geprägt von Armut, Kriminalität, instabilen politischen Zuständen, Massenprotesten und wirtschaftlicher Dauerkrise.

Das Land Venezuela, dass so starke Ölvorkommen hat, dass es eines der Erdöl-reichsten Länder der Welt ist, war in den 70er Jahren noch das reichste Land Südamerikas, und in den Top 20 der wohlhabendsten Nationen der Welt.
1998 wurde Hugo Chavez gewählt, ein selbsternannter Revolutionär und Hoffnungsträger der Sozialisten und Marxisten – sowohl Südamerikas als auch Europas und Nordamerikas.
Er und seine sozialistische Partei übernahmen (diesmal erfolgreich nachdem ein paar Jahre zuvor bereits ein Putschversuch gescheitert war) immer mehr Macht im Regierungsapperat, und Chavez begann mit der Verstaatlichung von Schlüsselindustrien.

Die Sozialisten finanzierten von nun an einen massiven Wohlfahrts- und Regulierungsapparat mit den Exporten des verstaatlichen Öls ins Ausland, während sie die eigene Wirtschaft immer mehr in den Ruin regulierten.
Durch das Drucken von immer mehr Geld und einer damit einhergehenden Inflation verliert das Geld der Venezuelaner immer mehr an wert, auch die Preis- und Lohnkontrollen der Regierung zeigen keine Wirkung.
Es geschah das, was in der Geschichte immer passierte, wenn Utopisten mit aller Macht ihre kollektivistische Agenda vorranpeitschen: das gesamte Vorhaben fährt lautstark gegen die Wand.
Die Antwort der Venezuelaner folgte 2014: bei den Parlamentswahlen gewann die Opposition die Mehrheit, und repräsentierte das negative Bild der Bevölkerung über die sozialistische Regierung.

Das Projekt “Sozialismus im 21. Jahrhundert“ wie es von Chavez Regierungspartei genannt wird, schien bereits gescheitert, die Menschen wehrten sich gegen zunehmende Kollektivierung.
Dazu kam, dass der Ölpreis intetnational sank, und die planwirtschaftlich geführten Staatskonzerne immer maroder und innefektiver wurden, was auch den auf Pump finanzierten Ausgabenrausch der Regierung drosselte.
Statt die Ausgaben zu reduzieren und ein erneutes Scheitern sozialistischer Vorhaben einzusehen, fing die Regierung unter dem neuen Präsidenten Nicolas Maduro an, noch mehr Geld zu drucken, was die Inflation und damit die Armut weiter wachsen ließ.
Als auch noch die Opposition von der Regierung de facto entmachtet, und das Parlament aufgelöst wurde, entlud sich die Wut der Venezuelaner: Im ganzen Land kam es zu Massenprotesten, die Regierung reagierte knallhart und blutig.

Obwohl hunderttausende Venezuelaner auf die Straße gingen, änderte sich nichts an der Politik des Regimes, der sozialistische Kurs wird unbeirrt fortgeführt.
Das zeigt sich auch in den Zahlen des letzten Jahres: ein weiterer Einsturz der Wirtschaft von 16,6% – der schlechteste Wert der Welt.
Zum Vergleich: Wenn die Wirtschaft in Deutschland mal nicht wächst, gehen bereits die Alarmglocken an.

Unter dem Applaus der europäischen Linken, von Sarah Wagenknecht, die das sozialistische System als vorbildhaft beschrieben hat, bis zu einem Sprecher der Linkspartei im Bundestag, der das sozialistische Modell in Venezuela als den “richtigen Weg für Deutschland“ bezeichnete, hat ökonomische Ignoranz und utopisches Wunschdenken seine verheerenden Auswirkungen gezeigt.

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1 Antwort

  1. kasizwo sagt:

    Da scheinen wir ja derzeit auf einem guten Weg zu sein! Nur dass in Deutschland keine Massenproteste zu erwarten sind wie z.B. in Frankreich. Nur Massenveranstaltungen (#unteilbar etc.), die die Regierungspropaganda bejubeln. Ochs und Esel versuchen nämlich gar nicht, den Sozialismus aufzuhalten…

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