Venezuela: Sozialisten gewinnen Präsidentschaftswahl

Von AIR TUERKIS | Der Wahlthriller in Venezuela geht zu Ende: Am Ende liegt der amtierende Präsident Maduro knapp mit 5,8 Mio. Stimmen vor seinem Konkurrenten mit 1,8 Mio. Stimmen. Bis in die tiefen Abendstunden blieben wir vor unseren Bildschirmen um als erste zu wissen wer in dieser spektakulären Wahlnacht die Nase vorn behalten würde. Was der Grund für dieses – doch überraschende – Ergebnis ist, bleibt unklar: Maßnahmen wie die Verdoppelung des Mindestlohns kamen wohl sehr gut beim Volk an. Auch wurde die Versorgungslage im Land in den letzten Jahre immer besser (Indikator hierfür, laut Regierungspartei, der Mangel an Klopapier). Auch die Anschaffung der Gelddruckmaschine Super Simultan IV aus Deutschland wird sich als sinnvolle Investition erweisen und in kürzester Zeit zu neuem Wohlstand im Land führen.
Wagenknecht & Co. bejubeln den „Sozialismus im 21. Jahrhundert“ zu recht! Die wirtschaftliche Lage – abgesehen davon, dass Venezuela die größte Wirtschaftsschrumpfung der Welt hat, dass man in Krankenhäusern die Medizin nun selbst mitbringen muss und dass hunderttausende das Land verlassen (hier würde sich eventuell eine Mauer gut machen) – ist überragend. Die Behauptung der Neoliberalen Eliten, dass jeder Sozialismus früher oder später in Armut und Diktatur gipfelt, wurde mit dieser äußerst fairen Wahl eindrucksvoll widerlegt. Dass der Oppositionskandidat die Wahl nicht anerkennt, zeugt lediglich von einem schlechten Verlierer. Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf – und schon gar nicht Wahlen!

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