US Atomaufrüstung: traurige Notwendigkeit

Von MAX ZIMMER  | Das militärische Strategiepapier der US-Regierung offenbart eine neue Atompolitik.
Das US Militär soll zusätzlich mit kleineren Sprengkörpern ausgestattet werden, welche einer glaubwürdigeren Abschreckung dienen sollen.
Und tatsächlich: Die alten Interkontinentalraketen haben einen reinen Bluff-Zweck.
Sie haben gigantische Auswirkungen bei ihrer Explosion, teilweise um das Zehnfache der damaligen “Big Boy“ und “Fat Man“ (Hiroshima und Nagasaki). Daher würde ein Einsatz quasi zwangsläufig zu einem internationalen Atomkrieg oder, wenn diese Katastrophe noch durch ein Wunder zu verhindern wäre, zu einem atomaren Winter führen, auch bei einem regionalen Atomkrieg.
Kleinere Sprengköpfe hingegen bieten mehr Glaubwürdigkeit und sind daher ein besseres Druckmittel zur Abschreckung.
Und diese ist leider so dringend wie seit dem kalten Krieg nicht mehr. Russland rüstet immer weiter auf, ist mit Projekten wie dem T-14 Armata oder der SU-35 auf US Niveau.
Zudem sind sie die führende Atommacht, zumindest nach Anzahl der Sprengköpfe gemessen.
Eine weitere Bedrohung geht von Seiten der Chinesen aus, die im Feld bereits das größte stehende Heer unter ihrer Flagge vereinen.
Wenn die USA und mit ihnen der Westen eine geostrategische Relevanz bewahren wollen, ist ein Mitrüsten also wohl oder übel von Nöten.

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