Unverständnis für Gerichtsurteil in Spanien – Vergewaltiger erhalten mildere Strafen

von Karl Dramm |Immer wieder und immer häufiger hört man leider von Vergewaltigungen, die viral gehen. Vor allem die, die jüngere Frauen betreffen häufen sich mehr und mehr. Ein Urteil aus Spanien raubt einem nun den Atem: Ein Mädchen wurde im Oktober 2016 Nahe einer Party in einem Werksgelände von Manresa (Katalonien) von sieben Männern vergewaltigt. Die Angeklagten wurden vor kurzem allesamt nicht wegen Vergewaltigung verurteilt, sondern wegen sexuellen Missbrauchs, was bedeutet, dass die Haftstrafen nur einem Bruchteil der Länge der für eine Vergewaltigung betragen. Zwei der Sieben wurden freigesprochen, für die anderen heißt es nun zehn bis zwölf Jahre Knast.

Der Grund dafür ist umso skurriler: laut Definition einer Vergewaltigung nach spanischem Recht, muss eine Person in einem bewussten Zustand sein, das Mädchen war aber aufgrund von Drogen- und Alkoholkonsum bewusstlos gewesen, was es per Definition nicht mehr zu einer Vergewaltigung macht.

Viele sehen dabei nicht nur das Problem in der zu milden Verteilung der Strafen für die Täter, sondern auch im spanischen Strafrecht. Nun fordern viele Menschen, unter anderem auch die Sprecherin der Vereinigung Richter für Demokratie in Katalonien, Montserrat Comas, dass jeglicher Sex ohne Einwilligung automatisch als Vergewaltigung eingestuft wird. Immerhin, es wird keine schriftliche Einwilligung gefordert, sondern das Gegenteil: uneinvernehmlicher Sex bedeutet VergewaltigungSicher ist, dass die Strafen für diese Vergewaltiger im Empfinden vieler weitaus zu niedrig waren und etwas geändert werden sollte.

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