Über die Orgel gehört: Das Flüchtlingsgrundgesetz und andere Erleuchtungen der Kirchen

Von EVA GOLDERBIET | Linksideologisches Denken hat sich in den letzten Jahren in verschiedenster Art und Weise in unseren Alltag hineingefressen. Ob Werbung, Nachrichten oder gar Schulunterricht- überall werden linke Ansichten und Narrative als etwas Vollkommenes dargestellt. Nicht zuletzt auch im Gottesdienst.

 

Einst war die Kirche die institutionalisierte Gegnerin von Fortschritt und Freiheit. Heute will sie das Gegenteil sein: Und fällt fast wieder in alte Gewohnheiten zurück. Statt „Ketzern“ jagt man „Hetzer“.

 

 

Meine Mutter arbeitet, obwohl wir eigentlich jüdisch sind, als Organistin in einer evangelischen Kirchengemeinde. Sonderlich hört sie da nicht zu, was im Gottesdienst gesagt oder gemacht wird. Trotzdem bekam sie eines Tages mit, worüber der Pfarrer in seiner Predigt und auch im gesamten Gottesdienst sprach.

Die Rede war vom „wunderbaren Grundgesetz, das uns ermöglicht, so viele Flüchtlinge aufzunehmen und  so viele unschuldige Menschen zu retten“ und dass es „ein alarmierendes Problem“ sei, dass „politisch Rechte und dadurch Rassismus immer noch existieren“ und dass man „für eine weltoffene und multikulturelle Gesellschaft sorgen“ müsse, „weil Gott uns geschaffen“ habe, „um Menschen zu helfen“ und alles andere in diesem Sinne.

Es ist schon sehr fraglich, was Politik in so einem Ausmaß in der Kirche verloren hat. Ständig liegen im Auslegeregal Flugblätter mit Themen wie „Trump- was nun?!“, „Wie man Rechts stoppen kann“ und ja sogar ganze Hefte über käuflichen Sex!

Sehr oft ist in der Kirche die Rede von der Flüchtlingspolitik. Viele gläubigen Menschen folgen dadurch auch dem linken Narrativ, ohne nachzudenken. Denn was die Kirche sagt, kann ja nicht ganz falsch sein, oder? Und wenn Menschen, anstatt selber nachzudenken, eine Meinung geschenkt bekommen, also Politik zum Glauben wird, dann folgt die Masse, ohne sich aufzuregen. Da drängt sich die Frage auf, ob die Kirche also ein politisches Mittel ist, um Menschen einfacher nach seiner Nase tanzen lassen zu können? Genauso, wie in der NS-Zeit Teile der Kirchen sich Hitler nahe anschlossen und seine Ideologie propagierten, propagiert die Kirche heutzutage die linke Ideologie, damit viel mehr Leute ihr folgen und nicht „stören“.

Aber es ist auch nicht nur das: die Kirche profitiert sogar von der Flüchtlingskrise. Indem die Kirchen durch ihre Organisationen, bei denen Ehrenamtliche (diese bekommen also nichts bezahlt) mitarbeiten, beim Aufbau von Flüchtlingsunterkünften mithelfen, oder weitere Angebote für Flüchtlinge anbieten, kassiert die Kirche viele Milliarden Euro ein.

Dabei hatten wir uns in Deutschland den Säkularismus hart erkämpft: Die Trennung von Kirche und Staat. Natürlich dürfen und sollen Kirchen ihre Meinung äußern,  natürlich darf man z. B. zu Spenden für Hilfsorganisationen aufrufen, es ist eben die Art der Kirche, Menschen zu helfen und für sie Gutes zu tun. Problematisch wird es, wenn die Kirche ihre Stellung missbraucht, um politisch aktiv zu werden. Wenn aus dem evangelischen Kirchentag der 2. Grüne Parteitag wird.  Die Kirche und der Glaube haben noch einen viel zu großen Einfluss auf die Meinung eines Menschen: er verliert unter der Wirkung der Kirche den Kant’schen Mut, sich „seines eigenen Verstandes zu bedienen“.   Die Kirche darf dabei natürlich ein Helfer sein, der inspiriert, aber die Kirche darf auf keinen Fall etwas sein, was so einfach zu einem Werkzeug der Vertreter der linker narrative und Ideologien werden kann. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass wenn ein Mensch, der eine aufgesetzte Meinung hat, die eher auch ein Glaube ist, unmöglich von einer anderen Seite überzeugt werden kann. Er ist dann genauso unansprechbar wie die meisten Anhänger der Grünen. Von einer anderen Meinung kann gar nicht die Rede sein: Man hat doch Recht? Das ist Totalitarismus im Kopf. Und dort bleibt er nicht, wie uns die Geschichte allzu oft gelehrt hat.

2 Antworten

  1. nordseeschwalbe sagt:

    Die Kirchen schwimmen einfach mit dem Strom – aber was höre ich grade im Radio? Der Papst hält Homosexualität für eine Modeerscheinung…?Sollte er etwa ausscheren? Oder ist er vielleicht nur schon einen kleinen Schritt weiter Richtung Annäherung an den Islam…?

  2. krumhardt sagt:

    Interessanter Artikel zur Adventszeit! Aber: Lassen sich heutzutage und hierzulande wirklich noch viele Menschen durch christliche Kirchen belehren? Oder ist es nicht vielmehr so, dass die neue „Religion“, die Heile-Welt-Ideologie (die sich, wie die Verfasserin richtig anaylisert, immer mehr als Neuauflage sozialistischen Totalitarismus entpuppt), auf alle Lebenbereiche übergreift? Hier täte eine Säkularisierung, also Ent-Ideologisierung, Not!

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