Trumps Freihandel: Stunde der Wahrheit

Von MAX ROLAND | Trump, der Protektionist: So kam es immer rüber, und das war auch einer meiner Hauptkritikpunkte an ihm und seiner Präsidentschaft. Nach dem ewigen Hin und Her, angedrohten und tatsächlich umgesetzten Zöllen gegen die EU, jetzt ein Vorschlag aus Amerika, der dazu gar nicht passt: Sowohl Donald Trump als auch sein Finanzminister Mnuchin haben Freihandel vorgeschlagen.

Wie passt das ins Bild von Trump, dem bösen Protektionisten? Gar nicht. Denn dieses Bild ist auch falsch. Trump will fairen Freihandel. Und das aller schönste: Jetzt sind seine Kritiker unter Zugzwang. Es war sehr spannend zu beobachten, wie viele in Reaktion auf Trumps protektionistische Aussagen auf einmal zu Propheten des Freihandels avancierten, obwohl sie vorher TTIP lautstark abgelehnt hatten. Ist ihr Bluff jetzt „gecalled“, wie man beim Poker sagt? Es wird auf jeden Fall spannend zu sehen sein, mit welcher Ausrede sich viele nun aus der Affäre ziehen werden wollen und wem der Freihandel mehr Wert ist, um nur als Munition gegen Trump zu dienen.

2 Antworten

  1. Kein Jebsen 🇮🇱 sagt:

    Ich hab doch geahnt dass Trump nicht so blöd ist und Zölle nicht ernsthaft sein Ziel sind.

  2. Freigeist sagt:

    „Ist ihr Bluff jetzt „gecalled“, wie man beim Poker sagt?“.
    Lieber Max Roland,
    ich würde sagen die Linke ist „Schach Matt“. Trump hat die Linken erst zu Freihändlern gemacht und sahnt jetzt ab. Links angetäuscht, rechts ausgespielt – Chapeau! Sehr guter Artikel!

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