Trump rudert bei Waffengesetzen zurück: ist die NRA „schuld“ ?

Von MARVIN WANK | Donald Trump widerruft seine Pläne, das Mindestalter für den Kauf von Schusswaffen auf 21 heraufzusetzen – ein äußerst begrüßenswerter Schritt, keine Frage. Anders sehen das natürlich die deutschen Medien und beschwören umgehend das Schreckgespenst NRA herauf, jene sagenumwobene, allmächtige Lobbyorganisation, die die amerikanische Politik fest im Griff hat. Oder?

Tatsächlich ist die National Rifle Association nicht einmal unter den Top 50 der finanzstärksten Lobbyorganisationen. Entsprechend beschränkt dürfte der tatsächliche Einfluss in Washington sein. Wenn es aber nicht die NRA war, die Trump zum Umdenken bewegt, wer dann?

Nun, dafür gibt es zwei Erklärungsansätze. Entweder hat Trump einfach überragend taktiert und den Linken solange Kooperationsbereitschaft signalisiert bis das Thema aus den Schlagzeilen verschwunden war und dann einfach fallen lassen. Oder er ist einfach ein Opportunist, der auf die aufkommende Anti-Waffen Stimmung reagieren wollte, nach massiven Widerstand aus der eigenen Wählerschaft aber zurückrudern musste. Was man davon glauben will, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.