Syrische Armee attackiert Kurden Milizen

Von MAX ZIMMER | Nach Angaben der Nachrichtenagentur Sana haben die syrischen Regierungstruppen vier vormals von der kurdischen SDF (demokratische Kräfte Syriens) kontrollierte Ortschaften unter ihre Kontrolle gebracht.
Ob es dabei zu Schusswechseln und Kämpfen kam war zunächst nicht bekannt.

Die Beziehungen zwischen den Kurdichen Milizen im Norden zum Assad Regime gelten als durchwachsen.
Auf der einen Seite hat man mit dem IS und den islamistischen Terrorgruppen zum einen, als auch mit den türkischen Invasoren bei Afrin einen gemeinsamen Feind, auf der anderen Seite streben die Kurden nach Souveränität, und auch zum syrischen Widerstand gab es immer wieder Verbindungen und kleinere Allianzen.

Wie bereits in einer auf Apollo News erschienen Analyse zum Syrien Konflikt birgt diese Zwiespältigkeit ein Konfliktpotenzial.
War man vor kurzem bei dem Angriff auf Afrin noch fast auf einer Seite, kämpft man jetzt in anderen Teilen des Landes um Gebiete.
Die nächsten Wochen und Monate werden für die Kurden und mit ihnen für ihre westlichen Alliierten, allen voran den USA zum Scheideweg.
Wird man konsequent einen entschlossenen Kurs der Unabhängigkeit und Demokratisierung gehen, oder wird man sich zähneknirschend Damaskus anschließen, um gemeinsam gegen die Türkei vorzugehen?
Auf jeden Fall werden jetzt Prioritäten gesetzt werden müssen.

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