Sterbehilfe in Deutschland – der Staat gängelt dich noch auf dem Sterbebett

Von NICLAS | Sterbehilfe ist in Deutschland erlaubt – das hat bisher wohl nur noch keiner wirklich bemerkt. Denn wie eigentlich alles in unserem schönen Land ist natürlich auch die Sterbehilfe mit einem Haufen von Auflagen und Regulierungen verknüpft. Zwar ist  indirekte Sterbehilfe erlaubt, das heißt: Wenn ein Arzt starke Schmerzmittel gibt, die  zum Tod führen-  und das alles mit Einverständnis des Patient passiert – ist diese art von Sterbehilfe erlaubt. Auch darf man lebenserhaltende Massnahmen wie z.b künstliche Beatmung abschalten wenn es mit der Einverständniserklärung des Patienten passiert. 

Sterbehilfe in Deutschland wird dann strafbar wenn geschäftlich Sterbehilfe betrieben wird, es ohne die Einwilligung des Patienten passiert, oder auch wenn ein Verwandter oder ein Arzt mehr als einmal Beihilfe zur Selbsttötung begeht – denn die einmalige Beihilfe ist erlaubt. Ein Verwandter darf einem schwerkranken einen suizidalen Cocktail übergeben, aber nicht verabreichen. Dies darf nur der Betroffene selbst. 

Doch was ist z.b wenn jemand mit Verbrennungen dritten grades eingeliefert wird und er den Arzt darum bittet ihm beim sterben zu helfen, der Arzt dies aber schon einmal getan hat? Das hat jetzt des Bundesverfassungsgericht entschieden. Mit – Überraschung – viel Bürokratie darf ein Arzt jetzt mehr als einmal Sterbehilfe leisten. Patienten mit starken Verletzungen oder Notlagen haben Anspruch auf Sterbehilfe  – wer diese aber kriegt entscheidet das Bundesgesundheitsministerium. Doch  Bundesminister Jens Spahn (CDU) weigert sich bis heute dies zu erlauben. Sterbehilfeverbände, Ärzte und betroffene fordern die Sterbehilfe welche jetzt vom Bundesverfassungsgericht geprüft wird. 

Denn sind wir mal ehrlich  – warum sollten wir einen Menschen der leidet leiden lassen, selbst gegen seinen ausdrücklichen Wunsch?  Jeder würde seinen Hund einschläfern, wenn dieser ohne Aussicht auf Heilung leidet. Doch Selbstbestimmung bis in den Tod? Natürlich nicht in Deutschland. Nein, in Deutschland ist selbst das Sterben ein bürokratischer Akt, und Vater Staat gängelt dich selbst dann noch, wenn du unter Qualen auf dem Sterbebett liegst. Diese Denke muss aufhören – der Wille eines sterbenden ist zu respektieren, und die freie Verfügung über den eigenen Körper sollte auch und gerade im Tode die oberste Prämisse sein.

2 Antworten

  1. dasLinkeParadox sagt:

    Zu den Freiheitsrechten gehört auch die Freiheit in Würde seinen Abgang zu wählen. Wer wegen Bettlägrigkeit oder sonstwie Verhindert ist, diese selbst zu egwährkleisten sollte nach einem ausdrücklichen Gespräch in dem der Betroffen vermittelt, das sein Abgangswunsch nach gründlicher Überlegenung erfolgt und mehr ist als ein „junger Werther“ Romantik-Gefühl, wer das vermitteln kann, sollte auch sämtliche Hilfe erhalten diesen Wunsch umzusetzen. Das Recht auf Leben beinhaltet auch das Recht auf Sterben. Das so würdevoll wie möglich umzusetzen, sollte ein Gebot HUMANITÄRER Politik sein.

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