St. Pauli-Gästeblock ganz in Rot – Linksextreme kapern Fußballspiel

Von Max Zimmer | Am Freitag spielte der FC St. Pauli im sächsichen Rudolf-Harbig-Stadion gegen den Gastgeber Dynamo Dresden. Die Fan Vereinigung “Ultrà Sankt Pauli“ hatte im Vorfeld des Spiels ihre Anhänger dazu aufgerufen, in roter Kleidung anzureisen, wohl um die linke bis linksextreme Einstellung der Ultras zu unterstreichen.

So heißt es auf der Website:
“bei unserem anstehenden Auswärtsspiel in Dresden wollen wir noch einmal in dieser Saison ein Zeichen setzen und geschlossen im Gästeblock auftreten. Daher rufen wir alle Sankt Pauli-Fans dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen und in roten Oberteilen ins Stadion zu kommen.“

Diesem Ruf schienen die Fans Folge zu leisten, und erschienen wie gebeten zu Hauf in roter Kleidung.
Die gesamte Gästekurve zeigte sich als rotes Kollektiv, rote Flaggen wehten, und Hammer und Sichel Symbole zierten die Kurve. Kurzum: Das war keine Fan Choreografie, sondern ein linksextremer, klar politisch motivierter Aufmarsch.
Diese Annahme wird auch dadurch bestätigt, dass der Ultra-Block während des Spiels Parolen wie “Nie wieder Deutschland“ skandierte, eine verbreitete Parole in der linksextremen Szene, die vor allem zur Zeit der Wende kursierte.

Allgemein gilt die Fanszene des Fußballvereins St. Pauli als stark linksextrem geprägt. So werden bei Spielen immer wieder Che Guevara Flaggen geschwungen, oder eben solche Choreografien der Ultras verantstaltet.
Auch die “Antifa“ ist in der Fankultur fest verankert, eine lose politische Bewegung, die sozialistisch bis kommunistisch ausgerichtet ist, ein entsprechendes Faschismus-Verständnis vertritt, und alles bekämpft, was laut dieser Definition unter “rechts“ fällt.

Die gestrige Aktion hat gezeigt, wie einfach es in Deutschland ist, politischen Extremismus offen auszuleben, sofern er von der “richtigen“ Seite kommt. Die Illusion, wir würden in einer freien, liberalen Gesellschaft leben, die jeglichen Extremismus und Autoritarismus verurteilt, und die Demokratie schützt, wird durch derartige Aktionen traurigerweise demaskiert.
In diesem Land gilt man als gefährlicher Extremist und als Feind der Demokratie, wenn man den gängigen Narrativen widerspricht, oder dem grün-linken Zeitgeist kritisch gegenübersteht.
Gruppen allerdings, die den Sozialismus fordern, die radikale Parolen skandieren, kollektivistische Aufmärsche veranstalten, und sich unverhohlen gegen Meinungsfreiheit oder gar freie Wahlen aussprechen, werden von einem großen Teil der sonst so mutigen und freien Medien tot geschwiegen.
Als Anfang März bei einem Spiel des Chemnitzer FC einem in Fankreisen bekannten Rechtsextremisten gedacht wurde, gab es einen landesweiten Aufschrei, sämtliche Medien zeigten sich empört, man verlangte Entschuldigen, Politiker bezogen Stellung, und es hagelte Kritik.

Der Chemnitzer FC spielt in der Regionalliga.
Der FC St. Pauli in der zweiten Bundesliga.
Dennoch hört oder liest man nichts von dem Fan-Aufmarsch der linksextremen, Kommunismus-verherrlichenden Ultras. Dieser Vorfall zeigt einmal mehr, auch vor dem Hintergrund eines grasierenden grünen Antikapitalismus und der jüngsten Enteignungsdebatten, dass wir in Deutschland eine Schieflage in der Wahrnemung und Bewertung des politischen Extremismus haben.
Vielleicht wird das unserer Demokratie auf kurz oder lang zum Verhängnis.

5 Antworten

  1. F.D. sagt:

    Na wenigstens hat Pauli 1:2 gegen Dynamo verloren, da hat sich die Auswärtsfahrt wenigstens gelohnt. 🤣

  2. nordseeschwalbe sagt:

    Oh mein Gott ich bin früher auch zu St. Pauli gegangen und fand das cool mit dem Totenkopf und so. Jetzt denk ich dabei an die roten Khmer…

  3. Jan Schneider sagt:

    Politik raus aus den Stadien!!!

  4. Demokratie Freund sagt:

    Es ist erschreckend wie unberührt die gesamte politische Linke in Deutschland- einschließlich ihrer Extreme- agieren kann, und nicht einmal die radikalsten Parolen als demokratiefeindlich anerkannt werden, während gleichzeitig jeder als “Faschist“ denunziert wird, der beispielsweise offene Grenzen kritisiert.
    Das hat mit einer freien oder gar liberalen Gesellschaft nichts mehr zu tun.
    Meinungsfreiheit gilt für alle, das ist klar, ich wünsche mir auch keine Zensur dieser verwirrten Extremisten, aber ein bisschen mehr Ausgewogenheit der Gesellschaft wäre angebracht, wenn es um Extremismus geht.
    Denn der gefährliche Extremismus kommt heute eher nicht von rechts.