SPD auf Pro-Russland-Kurs?

Von ADRIÁN | Vor 2 Monaten trat Heiko Maas sein Amt als Außenminister an. Schon damals kündigte er einen harten Kurs gegen Russland an, eine der wenigen Sachen, für die man ihn loben kann. Nun bekommt er dafür parteiintern Ärger, immer mehr und immer stärker.
Viele hohe Parteifunktionäre fordern eine Überprüfung der Sanktionen und eine Lockerung von EU-Seiten aus. Sie wollen das Verhältnis entkrampfen und für Entspannung sorgen. Martin Dulig aus Sachsen sagte, dass man Russland „als Partner und nicht als Kontrahenten“ bräuchte.
Boris Pistorius meinte, dass durch die Sanktionen die deutsche Wirtschaft stark geschädigt und Putin gestärkt wurde. Für den Dialog offen bleiben lautet die Devise, „besonders, weil die USA inzwischen nur noch ein bedingt verlässlicher Partner sind“.
Da muss man sich doch mal ernsthaft fragen, woran das liegt, wer daran Schuld ist. Ein kleiner Tipp: Trump ist es nicht. Mit Trauerbekundungen von Merkel über den Wahlsieg Trumps hat viel eher die deutsche Seite dem transatlantischen Verhältnis geschadet, mit der Resolution gegen Trumps Entscheidung um Jerusalem das ganze noch verschlimmert und mit dem Kurs gegen den US-Ausstieg aus dem Irandeal dem ganzen noch eins draufgesetzt. Diese Handlungsart hat sich die Regierung angeeignet, ein Ende davon ist eher nicht in Aussicht.
Aber dann sind natürlich die USA die Bösen, sodass wir uns schnellstens mit Russland verbünden müssen. Dass die immer noch Giftgasbomber wie Assad wie Schoßhündchen halten und weiter in Lebensraum-Manier die Krim besetzen, ist dann wohl nicht so wichtig. Macht nur weiter, irgendwann trefft ihr damit noch die Falschen.

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