Schulz: Der Gescheiterte ist gescheitert

VON MAX ROLAND| Nach massiver Kritik aus der eigenen Partei, wohl gegipfelt in den öffentlichen Äußerungen Gabriels, scheint es so als würde Martin Schulz nun auch auf das Amt des Außenministers verzichten. Schulz, der für die meisten deutschen aufgrund seiner wiederholt gebrochenen Versprechen und seiner Eurokraten-Vergangenheit längst das Gesicht des unehrlichen Politikers mit Ich-Zentrierung ist, hätte damit nach dem Parteivorsitz jeden Posten auf Bundesebene verloren. Jedoch ist ein Ressorttausch (etwa mit dem designierten Finanzminister Scholz) zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. Dennoch steht der Eindruck, die SPD habe den Klotz am Bein, den der unsympathische Wahlverlierer Schulz darstellt, endlich abgeschüttelt. Vom 100%-Mann im Frühjahr 2017 ist knapp ein Jahr später der Mann mit den drei Nullen übrig : Null Ämter, Null Sympathie, Null Chance. Ob Schulz sich nun wieder in den wärmenden Schoß von Brüssels Eurokratenkaste zurückzieht, die politische Bühne ganz verlässt oder etwas anderes tut, ist abzuwarten. Festzustellen ist nur: Schulz hat Fertig.