Schicksalsfrage der Nato

Von MAX ZIMMER | Der langjährige Nato-Mitgliedsstaat Türkei weitet seine Operation in den syrischen Kurdengebieten aus.
Die zentralisierte Erdogan-Regierung führt ihren ganz persönlichen “Kampf gegen den Terror“ also fort, obwohl die kurdischen Milizen die wichtigsten Verbündeten des Westens und somit der Partner der Türkei in der Region sind.
Die Kurden Miliz “YPG“ war maßgeblich an der Vernichtung des IS beteiligt und wird seit Jahren von den USA und der Anti IS-Koalition mit Waffen unterstützt.
Auch sind US Kampfverbände in Manbidsch stationiert, welches wohl auf der Hit List der Militärstrategen in Ankara steht.
Dieser Vermutung geht die Drohung gegen die eigenen Verbündeten voraus, welche der türkische Außenminister Cavusoglu jüngst getätigt hat.
Die USA sollen alle ihre Truppen aus Manbidsch zurückziehen, forderte dieser.
Dass dies die Nato mindestens vor einen Scheideweg, wenn nicht gar eine Schicksalsfrage stellt, sollte klar sein.
Das Bündnis, allen voran die USA, müssen sich entscheiden: Neutralität wahren um die Partnerschaft mit der Türkei nicht zu gefährden und dabei die Hoffnung auf einen souveränen Kurden Staat als Stabilitätsfaktor im Nahen Osten aufgeben, oder Gesicht wahren und im Sinne der Kurden auf Konfrontationskurs gehen?
In jedem Fall muss die Nato klare Kante zeigen, um ihre eigenen Interessen zu verteidigen.
Entweder mit Prinzipien oder ohne.

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