Schäuble: “Nicht Hoffnung schüren, die Großzahl dieser Menschen zurückführen zu können“

Von MAX ROLAND |  Wolfgang Schäuble hat im Interview mit der „Welt am Sonntag“ über Flüchtlinge gesprochen. Dabei war er wenigstens ehrlich.

Bild aufgenommen während des Wikipedia-Bundestagsprojektes 2014 von Tobias Koch

Wolfgang Schäuble hat mehr Integrationsanstrengungen für Flüchtlinge (oder wie Politiker immer wieder gerne sagen: „Die, die jetzt neu dazugekommen sind“) gefordert. Dabei war er erfrischend ehrlich: „Wir sollten uns klar machen, wie schwer es ist, im Einzelfall abzuschieben. Deswegen sollten wir auch nicht allzu stark die Hoffnung schüren, dass wir die Großzahl dieser Menschen zurückführen können“, so der Bundestagspräsident. Im Klartext: Die Leute sind hier, wir bekommen die nicht mehr weg, also sollten wir die jetzt integrieren. Damit räumt auch er ein, dass die „Flüchtlinge“ des Jahres 2015 wohl unterm Strich eher Einwanderer waren (Martin Schulz würde „Goldstücke“ sagen), und dass es nie wirklich zur Debatte stand, dass diese Menschen Deutschland wieder verlassen würden. Wer davon ernsthaft überrascht ist, der ist naiv: Selbst ich mit meinen damals 14 Jahren habe mir gedacht, dass es genau so kommen würde.

1 Antwort

  1. kasizwo sagt:

    Geschickt formuliert. „Wir sollten nicht allzu stark die Hoffnung schüren…“ Die Wahrheit wäre allerdings, dass sie es wohl könnten, es schlicht aber nicht WOLLEN. Die entsprechenden Gesetze gibt es, man wendet sie nur nicht an. Auch das Bleiberecht an gewisse Bedingungen zu knüpfen, wie z. B. niemanden zu bedrohen, zu begrapschen oder zu erstechen, wäre leicht durchzuführen. Ginge alles, macht man nur nicht. Und dann sagen sie „so isses halt, da kann man nichts machen“. Es ist zum Kotzen.

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