Russische Botschaft greift britischer Zeitung unter die Arme

Von MAX ZIMMER | Der russischen Botschaft in London gefällt eine Berichterstattung über Syrien nicht, weshalb sie sich zu einer Korrektur genötigt sah.

Die britische Zeitung “The Times“ titelte angesichts einer Überlaufwelle syrischer Rebellen zu Assads Truppen “Death or Assad“ (Tod oder Assad), was angesichts der Offensive auf die letzte Rebellenhochburg Idlib ziemlich treffend die Situation der Oppositionellen beschreibt.
Der russischen Botschaft in London scheint diese Art der Berichterstattung aber nicht genehm zu sein, weshalb sie sich zu einem kritischen Statement und einer Korrektur genötigt sah.
So postete der offizielle Twitter-Account der Botschaft folgendes Statement:

“Eine passendere Überschrift für ‚The Times‘ wäre ‚Krieg oder Frieden: Rebellen, die kein Blut an ihren Händen haben, treffen die richtige Wahl und kehren zum friedlichen Leben zurück.“

Wie nett von den russischen Diplomaten, dass sie den naiven Briten helfen, ihre holprige Berichterstattung gerade zu rücken.
Es ist wahrlich eine Schande, dass das internationale Wahrheitsministerium namens Kreml nicht überall so einfach den Journalisten bei ihrer Arbeit helfen kann, wie im eigenen Hoheitsterretorium.
Eine angemessene Reaktion, nach russischem Maßstab seitens der britischen Regierung wäre jetzt eine Verhaftung der betreffenden Journalisten, eine Razzia in der Redaktion und mindestens ein paar Verurteilungen wegen russophober Hetze.
Am besten noch ein gesetzliches Verbot von falscher Berichterstattung.
Die russische Botschaft kann uns dann ja darüber aufklären, was unter diesen Begriff fällt.

1 Antwort

  1. badegast sagt:

    lupenreine Demokraten eben!

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