„Reversed Wage-Gap“- wo bleibt der Aufschrei?

Von MAX ROLAND | In der Debatte über „Fake-News“ wurde angesichts des Fokus auf Rechts eines vergessen: Linke Fakenews, die mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft als Fakten angesehen werden. Ein prominentes Beispiel dafür ist die angebliche Lohnungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, die sogenannte „Wage Gap“. Bei der Bundestagswahl 2017 machte die SPD mit dieser „Wage Gap“ sogar Werbung: „Wer 100% arbeitet, darf nicht 20% weniger verdienen.“ Dass die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nichts mit Diskriminierung, sondern mit einer Vielzahl von Faktoren (wie z.B. unterschiedliche Berufsorientierung) zusammenhängt, wird gerne ignoriert. Das Narrativ: Durch sexistische männliche Chefs werden Frauen am Aufstieg gehindert und bei der Bezahlung diskriminiert. Dass dieses Narrativ eine an den Haaren herbeigezogene Mythe ist, sollte sich jedem frei denkenden Menschen erschließen.

Am veröffentlicht „Spiegel Online“ einen Artikel mit dem Titel: „Gehaltslücke klafft nur in Teilen Deutschlands“. Das Magazin berichtet von einer Studie eines Instituts, welches an die Bundesagentur für Arbeit angegliedert ist. Das Ergebnis: Gehaltsunterschiede variieren Regional, auch zugunsten von Frauen. In der Stadt Cottbus verdienen Frauen im Schnitt 17% mehr als Männer. Im Land Sachsen-Anhalt verdienten Frauen laut dem Chef der Arbeitsagenturen, Kay Senius, 2017 ebenfalls im Schnitt mehr als Männer. Wenn patriarchalische Strukturen für die „Wage Gap“ verantwortlich sind-müssen wir dann über die matricharchalischen Strukturen in Cottbus und Sachsen-Anhalt sprechen, die die Männer dort strukturell und systematisch unterdrücken? Zweifellos erwarten uns eine menge Tweets und Beiträge der Netzfeministen, den Kämpfer*innen für Geschlechtergerechtigkeit, die diese himmelschreiende Diskriminierung von Männern anprangern werden.

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