Pfiffe beim Länderspiel: Natürliche Reaktionen

Von MAX ROLAND | Bei seiner Einwechslung gegen Saudi-Arabien wurde Gündogan ausgepfiffen. Auch bei jedem Ballkontakt, den der (Deutsch-)Türke hatte. Der Bundestrainer und andere haben das kritisiert – ich begrüße es.

Denn es ist die natürliche Reaktion von Fans, die sich nicht gerne beleIdigen lassen. Und Gündogan hat genau das gemacht-mit seinem Auftritt mit Erdogan und dem Trikot mit dem Satz „für meinen Präsidenten“ hat er alle Deutschen beleidigt. Er hat Deutschland beleidigt. Gündogan wurde in Gelsenkirchen geboren, er hat sein ganzes Leben in Deutschland gelebt. Er hat, wie jeder in diesem Land geborene, massivst von diesem Staat profitiert. Er ging auf deutsche Schulen, seine Eltern bekamen deutsches Kindergeld, wurden durch deutsche Krankenkassen abgesichert. Gündogan kennt die Türkei wohl nur aus dem Urlaub. Für den kleinen Ilkay war Erdogan ungefähr für zwei Wochen im Jahr „sein Präsident“. Sich dann so zu Erdogan (und damit gegen Deutschland) zu bekennen, das ist eine Beleidigung.

Vielleicht galten die Pfiffe ja auch etwas anderem. Vielleicht ist Gündogan ja nur ein Abbild eines größeren Problemes. Vielleicht galten die Pfiffe all jenen Türken, die nicht integriert sind. Die Erdogan wählen, deren Familien sich auch in der dritten Generation noch als Türken sehen. Die auf die „Almans“ gucken und lachen, das Land und seine Vertreter nicht respektieren. Und schonmal als Vorwarnung an Claudia Roth, das hat nichts mit dem Rassismus der bösen Deutschen zu tun.

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