Nothilfen für Bauern: Klöckner knickt ein

Von MARVIN WANK | Nach der Rekorddürre gerieten viele Bauern in finanzielle Schieflagen und forderten Geld vom deutschen Steuerzahler.

Überraschenderweise schloss das Landwirtschaftsministerium solche Soforthilfen zunächst aus. Nach dieser erfreulichen Nachricht ist Ministerin Julia Klöckner aber nun eigeknickt: Zusätzlich zu den 8 Milliarden Euro, die deutsche Bauern ohnehin schon jedes Jahr erhalten, stellen Bund und Ländern fast 350 Millionen Soforthilfe bereit.

Die betroffenen Bauern sind zwar zu bemitleiden und ihre finanzielle Situation sicherlich teilweise kritisch. Doch ist all dies nicht Schuld des deutschen Steuerzahlers. Ein Landwirt ist ein Unternehmer und zu einem Unternehmen gehören Risiken dazu. Die Witterung ist nun mal eines der Risiken, denen der Unternehmer Bauern ausgesetzt ist.

Ein guter Unternehmer kalkuliert Risiken ein und kann ein solches finanziell wegstecken. Ein schlechter Unternehmer kalkuliert nicht und geht im Ernstfall pleite. Soweit die Theorie. Die Praxis sieht dank Geldsegen auf Kosten der Steuerzahler anders aus: Die Bildung von Rücklagen für den Notfall lohnt sich schlicht nicht mehr – man wird ja sowieso gerettet. So verhindern Subventionen (und nichts anderes ist diese „Soforthilfe), dass sich die Spreu vom Weizen trennt.

Wieder einmal zeigt sich: In der Union ist nichts von Ludwig Erhards Erbe übrig geblieben. Eine Partei, die einst für Marktwirtschaft, für Aufbau, für Freiheit stand, ist mittlerweile da angekommen, wo die SPD vor 30 Jahren einmal war. Eine CDU, die ernsthaft eine Koalition mit der SED-Nachfolgepartei in Erwägung zieht ist nur noch ein Schatten ihrer selbst.

1 Antwort

  1. moneypenny sagt:

    Einfach alle zu subventionieren (bis auf den braven Steuerzahler) ist natürlich ne super „Lösung“ -. der Gaul hinkt dann nicht einmal mehr, sondern er wird lahm…. Das kann ja auf die Dauer nicht gutgehen. Wieso funktioniert das überhaupt so lange?

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