Nochmal bitte!

Von ADRIÁN | Es ist soweit: Özil macht den Mund auf. Wochenlang hat er seine grauenvolle Aktion unkommentiert durch die Medien brausen lassen.
Das Foto mit Özil, Gündogan und Erdoğan ist sicherlich einer der peinlichsten und schlimmsten Momente der deutschen Fußballgeschichte. Zwei deutsche Nationalspieler lassen sich grinsend mit einem borderline-Diktator ablichten. Das gab es zuletzt 1938 und da war es wahrscheinlich eher unfreiwillig.
Doch mindestens genauso schrecklich wie das Foto selbst ist jetzt die Äußerung Özils zu dem Thema. „Ich würde es wieder machen“ sagte er komplett unironisch. Dazu meint er, dass es keine politische Botschaft wäre. Außerdem würde er seine Wurzeln leugnen, wenn er dieses Foto nicht gemacht hätte.
Daraus kann man schließen, dass seine Handlung aus politischer Blindheit geschah. Ein Foto mit einem Staatsoberhaupt oder auch einem Regierungschef ist immer eine politische Botschaft. Wenn ich mich lächelnd mit Merkel fotografieren lassen würde, dann würde ich damit Sympathie zu ihr signalisieren.
Die Ausrede, dass er sonst seine Wurzeln leugnen würde, ist genauso lächerlich. Wenn man seine Wurzeln für so wichtig hält, dann pflegt man halt die Traditionen seines Landes oder seiner Länder. Wenn ich eine berühmte Person wäre, würde ich doch auch kein Foto mit Daniel Ortega machen, nur weil mein Vater zufällig aus Nicaragua kommt.
Entweder Özil sympathisiert mit Erdoğan oder ist blind auf beiden Augen. Egal wie, jemand, der solche Aktionen startet und auch noch verteidigt, hat nichts in der deutschen Nationalmannschaft zu suchen.

1 Antwort

  1. riscobello sagt:

    Die ratte verlässt das sinkende Schiff
    Wäre unsere deutsche Nationalmannschaft, äh nein: „die Mannschaft“ (besser: „Menschschaft“) erfolgreicher gewesen, wäre er nie und nimmer zurückgetreten