NDR Hexenjagd auf Bundeswehr Offizier wegen Likes auf Instagram

Von Liana Friedrich| Nach einer Recherche des NDR steht nun der Leiter der Social-Media-Abteilung der Bundeswehr in der Kritik. Grund dafür ist sein Verhalten auf dem sozialen Netzwerk Instagram. So hat er dort Beiträge eines Anhängers der „Identitären Bewegung“ mit „Gefällt mir“ markiert. Der NDR begründet mit dieser Faktenlage, dass die Bundeswehr erneut starke Probleme mit rechtsradikalem Gedankengut, auch in den obersten Reihen, zu haben scheint. Weitere Belege für diese sehr gewagte und rufschädigende Annahme, die durchgängig in dem Artikel betont wird, bieten die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht. Auch zu Wort kommt der Oberstleutnant Marcel Bohnert erst nach Veröffentlichung des Artikels. Und das auch bloß in einem BILD online Artikel und auf  Twitter.

Bohnert äußert sich diesbezüglich wie folgt: „Ich distanziere mich von der ‚Identitären Bewegung‘ und allen Rechtsradikalen. Ich habe mit diesen Menschen und diesem Gedankengut nichts zu tun, ich habe keinen Kontakt zu Rechtsradikalen. Ich stehe selbstverständlich hinter unserer Verfassung. Ich habe sieben Bücher veröffentlicht, trete seit Jahren öffentlich auf und halte Vorträge – jeder der will, kann sich davon überzeugen, dass ich hinter unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stehe. Und diese als Bürger in Uniform verteidige.“ Auch und ausdrücklich betont Bohnert, dass es „ein großer Fehler“ gewesen sei. Auf Twitter ist dann nochmals eine genauere Erklärung Bohnerts, zu seinem persönlichen Verhältnis mit der in IB-Kreisen verkehrenden Person, zu lesen. 

Sonnenuntergänge und Familenfotos – radikales Gedankengut? 

So sagt er: „Ich habe mich im Jahr 2012 oder 2013 mit einem alten Schulfreund in Schwerin getroffen. Der hat eine Person mitgebracht: Ebenfalls Soldat, wie ich in Kundus eingesetzt und 2010 in schwere Gefechte verwickelt. Wir haben uns etwa eine Stunde lang unterhalten. Danach hatte ich nie wieder direkten Kontakt mit dieser Person, ihn nie wieder getroffen.“. Dann 2017 oder 2018 ist er auf Instagram wieder auf besagte Person gestoßen, da diese Beiträge, unter dem Benutzernamen ‚Kundus Veteran 2010‘, der Bundeswehr kommentierte. 

Auch die Beiträge waren laut Bohnert unpolitisch, so waren Sonnenuntergänge oder Familienfotos zu sehen. Später verteilte er auch weiterhin „Gefällt mir“ – Angaben auf den Beiträgen der Person, da diese im Feed von Bohnert erschienen. Er dachte sich, so Bohnert, nichts bei den Büchern die er dort u.a. auch sah, kannte diese nicht. Erst im Nachhinein wurde ihm bewusst für was diese Bücher stehen. Konkret handelte es sich dort um Werke aus dem Antaois-Verlag. Dieser wird vom neurechten Denker Götz Kubitschek betrieben. 

Innerhalb der Bundeswehr erhält Oberstleutnant Bohnert Rückhalt. Der Verein Deutscher Soldat, eine Vereinigung von Soldaten mit Migrationshintergrund und für Integration in der Bundeswehr, solidarisierte sich auf Instagram bereits mit Marcel Bohnert und verlangte ein Ende der Vorverurteilung. Und auch weite Teile der Internetgemeinde sehen in diesem, vom NDR veröffentlichten, Artikel eine Hexenjagd. So wird krampfhaft versucht Dinge in der Bundeswehr offenzulegen, die so gar nicht vorhanden sind. Es ist erschreckend wie perfide die Öffentlichen dabei vorgehen. Sie betreiben Rufmord auf Basis von ein paar verteilten „Gefällt mir“-Angaben.

1 Antwort

  1. Henryk Z. sagt:

    Interessant, hier findet man auch mal eine objektive Berichterstattung. So sollte Journalismus eigentlich immer sein, tolle und gut verständliche Schreibweise von Liana