Nato solidarisiert sich mit Großbritannien

Von MAX ZIMMER | Nach dem Giftgasangriff auf den russischen Doppelagenten Skripal, der vertrauliche Informationen des russischen Geheimdienstes an den MI6 weitergegeben hatte, stellte die britische Regierung ein Ultimatum an Moskau.
Das Gift, welches nachweislich in der früheren Sowjetunion produziert wurde, ist als biologische Massenvernichtungswaffe klassifiziert und hat nicht nur Skripal und seine Tochter lebensgefährlich verletzt, sondern auch einige Zivilisten und einen Polizisten.
Moskau jedoch ging auf Konfrontationskurs und zeigte sich nicht kooperationsbereit.
Der Kreml ließ das Ultimatum verstreichen.
Nicht nur zeigte sich die russische Regierung unwillig, sich mit London diplomatisch zu arrangieren, auch wurden martialische Drohungen ausgesprochen, allein als Reaktion auf Londons Ultimatum. Man solle sich nicht mit einer Atommacht anlegen, hieß es z.B. von der Kremlsprecherin Maria Zakharova.
Will Moskau etwa von seinen Atomwaffen Gebrauch machen und London ausradieren, weil Großbritannien sich gegen einen Angriff mit Massenvernichtungswaffen (als nichts anderes kann man diesen Anschlag bezeichnen) wehrt?
Als Reaktion ließ May nun verlauten, russische Diplomaten auszuweisen.
War es doch die russische Botschaft in London, die drohte  “jede britische Strafmaßnahme“ zu “vergelten“.
Nun hat sich auch die Nato eingeschaltet und sich mit Großbritannien solidarisiert.
Alle 29 Nato-Staaten fordern Russland auf, Stellung zu dem Giftangriff zu beziehen.
Und auch der UN-Sicherheitsrat will sich am Abend mit dem Anschlag beschäftigen.
Nur sollte man wohl nicht allzu viel Hoffnung auf diesen legen, da Russlands Veto jegliche Resolution blockieren wird.

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