Nach politischer Säuberung: Vorsitzender der Stasi-Gedenkstätte darf laut Urteil vorerst bleiben

Von MAX ZIMMER | Nachdem der Vorsitzende der Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, von dem linken Berliner Kultursenator Klaus Lederer aufgrund hochgradig zweifelhafter “Sexismus Vorwürfe“ entlassen wurde (Apollo berichtete), hat dieser nun Klage gegen seine Entlassung eingereicht, das Landgericht Berlin gab ihm Recht.
Daher darf Knabe nun, zumindest vorübergehend, seinen Posten behalten, und erringt damit zumindest einen Etappen-Sieg gegen seinen augenscheinlichen Gegner in der Senatskulturverwaltung.

Klaus Leder will nach eigenen Angaben “alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen lassen, um die Eilentscheidung des Gerichts anfechten zu lassen“, so berichtet der Tagesspiegel.

Der Akt der Absetzung von Knabe in seiner Funktion als Gedenkstätten Vorstand Ende September war höchst wahrscheinlich politisch-motiviert, da Knabe ein bekannter Kritiker der Linkspartei ist und für Werte steht, die man wohl ohne Probleme als antikommunistisch bezeichnen kann.
Dass der amtierende und somit verantwortliche Berliner Kultursenator von der Linkspartei ist, wäre doch schon ein grotesker Zufall.
Immerhin hat Knabe in der Vergangenheit im Rahmen der SED-Aufarbeitung auch die Rolle der heutigen Linkspartei sowie den Übergang von SED in PDS, und der späteren Fusion mit der westlichen WASG zur Linkspartei kritisch beleuchtet, auch da bekanntermaßen ehemalige SED-Gelder weiter verwendet wurden.
Dass das als Gedenkstätten-Leiter seine Aufgabe und auch Verantwortung ist, muss wohl nicht betont werden.
Die Entscheidung des Gerichts ist jedenfalls ein Lebenszeichen des Rechtsstaats, und wird hoffentlich nicht die letzte demokratische Hürde für linke Demagogen und DDR-Nostalgiker sein, das politische System der Bundesrepublik zu unterwandern.

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1 Antwort

  1. krumhardt sagt:

    Das „voerst“ war leider prophetisch… Schon um 12 musste er wieder gehen – allerdings nicht ohne vorher von ehemaligen Stasi-Opfern mit Blumen empfangen worden zu sein…

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