Mord an AfD-Politikern in Musikvideo von Rapper inszeniert

Von Niclas Bensberg | Vor wenigen Tagen kam der Song „Nach wie vor“ von dem Sänger Tarek aus der Gruppe K.I.Z auf seinen neuen Album heraus. Das dazugehörige Musikvideo wird nun sehr kontrovers diskutiert und vorallem kritisiert.

Das Video soll im Jahr 2021 spielen und zeigt zu Beginn den Rapper selbst als Protagonisten, der von Akteuren beschimpft und ausgebuht und von Männern in Hemd und Krawatte in ein abgesperrtes Zimmer gezerrt wird. In dem Raum sitzen zwei Männer und eine Frau, die den AfD-Politikern Alexander Gauland, Alice Weidel und Björn Höcke von Auftreten, Kleidung und Aussehen doch sehr ähnlich sehen. Lachend liegen sie da und lassen sich bedienen. Dann deuten sie ihren Leibwächtern an Tarek umzubringen.

Als die Wachen Tarek angreifen wollen, befreit er sich und kämpft gegen sie. Obwohl sie ihm zahlenmäßig eindeutig überlegen sind, kann er sie anfangs unbewaffnet und im Alleingang alle nacheinander brutal hinrichten. An Kunstblutfontänen hat man dabei nicht gespart.
Daraufhin wendet er sich den AfD-Politikern zu.
Alexander Gauland schlägt er mit einen Hieb den Kopf ab und nutzt dann das gleiche Schwert um Alice Weidel die Gedärme raus zuschneiden. Dies wird beides auf brutalste Art dokumentiert und detailreich wiedergegeben. Als letztes wirft er Björn Höcke einen Wurfstern zwischen die Augen.

Als Antwort auf die Kritik, die es jetzt hagelt, bezieht Tarek sich auf die künstlerische Freiheit und sieht in all dem keinerlei Probleme.

Doch für mich stellen sich da viele Probleme: zum einen können Kinder und Jugendliche das ganze Spektakel ohne Einschränkung sehen.
Doch was für mich noch ein viel größeres Problem darstellt, ist, dass dieses Video unsere Demokratie, unsere Freiheit angreift. Man muss die AfD nicht mögen oder mit ihr übereinstimmen. Aber was man nicht darf, ist Morddrohungen gegen sie oder ihre Politiker aussprechen oder die Vorstellung davon verherrlichen. Das muss für alle Politiker aller Partein gelten, nicht nur die, die man mag. Natürlich gibt es Politiker in unseren Staat, die man am lieber nicht mehr sehen möchte, aber ist das der Weg solche Probleme zu lösen?
Politiker wurden vom Volk demokratisch gewählt.

Alles hat Grenzen – auch Kunst und die beginnt dann, wenn Menschen bedroht werden, weil sie ihre Meinung frei sagen. Deshalb ist das Video Volksverhetzung und nichts anderes.

3 Antworten

  1. Konrad Kugler sagt:

    Ich wollte diesen Text ausdrucken, um ihn unserem Bürgermeister samt Gemeinderat zukommen zu lassen. Aber 8 Seiten mit dem ganzen anderen Zeug auszudrucken widerspricht meinem ökonomischen Verhalten.

  2. nordseeschwalbe sagt:

    Unglaublich. Da wird einem schlecht.

  3. Max Media sagt:

    Man stelle sich nur vor, was im ÖR los wäre,
    wenn es im Video um die Tat an einem Grünen ginge…oder gar Greta.
    Aber so…das große Schweigen.

    Transportiert doch das Video im Großen und Ganzen die gleiche Nachricht,
    wie die Framingvorgaben bei Tagesschau und Co.

    Danke, dass sie solche Dinge hier offen ansprechen.