Microsoft meldet Hackerangriff aus dem Iran – Angriff auf den US-Wahlkampf?

Von Lucy Mai | Eine Hackergruppe mit Verbindungen zur iranischen Regierung soll nach Angaben von Microsoft versucht haben, sich in die E-Mail Accounts von Journalisten und Regierungsmitarbeitern in den USA gehackt zu haben. Betroffen war offenbar auch ein US-Wahlkampfteam eines Präsidentschaftskandidaten.

Die Hackergruppe mit dem Namen „Phosphorus“ soll dabei zwischen August und September über 2700 Mal versucht haben, E-Mail-Konten von spezifischen Kunden zu identifizieren. Infolgedessen wurden 241 Accounts angegriffen, wobei nur vier Angriffe erfolgreich waren. Unter anderem sollen die Hacker versucht haben, dir Account über die Passwortwiederherstellung zu übernehmen. Auch wenn die Angriffe „technisch nicht sehr ausgeklügelt“ waren, sei Phosphorus dennoch „hochmotiviert“ und bereit viel Zeit und Ressourcen in die Informationsbeschaffung zu investieren, so Microsoft-Manager Tom Burt.

Um welches US-Wahlkampfteam es sich bei dem Angriff handelt, ließ Microsoft offen. Nach Angaben von Reuters und der New York Times sollen auch Konten von Trumps Wiederwahlkampagne für 2020 angegriffen worden sein. Somit liegt ein Angriff auf Trumps Wahlkampfteam nahe, auch wenn die Angaben nicht von Microsoft bestätigt wurden. Schon 2016 sollen russische Hacker Einfluss auf den US-Wahlkampf genommen haben und in der Vergangenheit hatten immer wieder Regierungsvertreter der USA davor gewarnt, dass China, Russland oder der Iran die Präsidentschaftswahl 2020  beeinflussen könnten.

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