Merkel zerstört die NATO, nicht Trump!

Von AIR TUERKIS | In den Deutschen Medien hört man es wieder von allen Seiten: Dämon Trump – der vollkommen Irre, der mit Perücke umherwatschelt, manchmal in tobsuchtartigen Anfällen herumtwittert und immer wieder kurz davor ist den Atom-Knopf zu drücken, weil er ein aggressives Kleinkind ist – will die NATO auflösen. Deutschland ist jetzt gezwungen sich mit China zu verbünden – ach wie schwer hat’s Merkel bloß.

Doch die Wahrheit ist eine andere: Während die USA fast 4% ihres BIPs für Verteidigung ausgeben, sind es bei Deutschland und den meisten Europäischen Ländern um die 1%. Dabei müsste es eigentlich andersherum sein: Die USA sind militärisch kaum bedroht, wer kann schon Amerika angreifen? Bedroht ist Europa, zwischen Erdogan und Putin.

Defacto ist es so, dass die USA die Verteidigung Deutschlands querfinanzieren. Während die Bundeswehr dahinsiecht, sind es die amerikanischen Verbände, die die Sicherheit Deutschlands nach außen garantieren. Aber warum sollen die Menschen in den USA unsere Sicherheit finanzieren und nicht wir selbst – Trumps Kritik ist durchaus berechtigt. Wir behandeln Amerika ungerecht!

Amerika ist seit Jahren der defacto alleinige Verteidiger der westliche Welt, trotzdem weigert sich Europa und insbesondere Deutschland den USA konstruktive Hilfe zu erweisen. Deutschland fällt Amerika beim Iran-Deal in den Rücken (nicht, dass das etwas bewirkt hätte, alle großen deutschen Banken haben mittlerweile den Iran-Zahlungsverkehr eingestellt, der Iran-Deal ist praktisch tot aber es geht um das Symbol), Deutschland weigert sich seit neuestem auch an NATO-Missionen teilzunehmen und führt lieber eigenständige Einsätze durch.

Die Realität ist: Deutschland gefährdet die NATO. Deutschland bricht die Verträge, deutsche Medien verbreiten antiamerikanische Ansichten und überall im Land hört man: Wir müssen unser Verhältnis zu Amerika „überdenken“.

Trumps Politik dem etwas entgegenzustellen, die Interessen Amerikas wieder in den Vordergrund zu stellen ist subjektiv absolut richtig – nur eben für Deutschland schlecht. Wir schaden uns durch Trump-Bashing, Antiamerikanismus und Betrug an unseren Partner am Ende nur selbst.

4 Antworten

  1. Svenja sagt:

    Laut Artikel 1 des Nordatlantikvertrages ist es den Parteien vorgeschrieben „sich in ihren internationalen Beziehungen jeder Gewaltandrohung oder Gewaltanwendung zu enthalten, die mit den Zielen der Vereinten Nationen nicht vereinbar sind“. Siehe Provokation gegen Nordkorea. Außerdem: Der von Donald Trump begonnene Handelskrieg stellt meiner Meinung nach ein Handeln wider Artikel 2 des Nordatlantikvertrages dar, nachdem die Parteien angehalten werden „wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen einzelnen oder allen Parteien zu fördern“. Ganz nebenbei handelt er damit auch letztendlich nicht in Amerikas Sinne, Protektionismus ist grundsätzlich scheiße (siehe z.B. Chinas Entwicklung). Ich bin auch der Meinung, dass Deutschland seine Militärausgaben auf (mindestens!) 2% der BIP erhöhen sollte (aus von dir genannten Gründen) allerdings handelt auch Trump eher weniger im Sinne der NATO und es ist nicht gerechtfertigt ihn so dermaßen reinzuwaschen. Mehr Differenziertheit wäre gefragt, ansonsten ein gelungener Artikel mit viel Wahrheitsgehalt. Gruß 🙂

  2. Ahoa sagt:

    Wenn hier jemand ein aggressives, vertrotztes, uneinsichtiges, größenwahnsinniges Kleinkind ist, das man dringend von all den roten Knöpfen holen sollte, dann ist es Merkel – sonst jagt es aus laut Boshaftigkeit alles in die Luft, was uns lieb und teuer ist…!
    Erwachsene, die dem Treiben ein Ende setzen wollen, wegen ihrer Frisur zu verlachen, ist ja wohl billigste Grundschul-Taktik… Und zeugt überdies davon, sonst keine Argumente zu haben.
    Ich bin jedenfalls froh, dass Trump sich wenigstens noch beschwert und nicht mehr nur müde abwinkt – verstehen könnte man Letzteres.

  3. Phant-Tom2001 sagt:

    #MAGA! ??