Merkel steht an der Wand – es wird eng!

Von AIR TUERKIS | Seit Jahren werden wir Deutschen Zeuge eines Strategie-politischen Meisterwerks: Dem großen Merkel-Manöver. Der Frau gelingt es allem Widerstand zum Trotz, die CDU eisern zu lenken. Flüchtlingskrise, Euro-Rettung, Atomausstieg alles hat sie durchgepresst, durchgesetzt, Kritiker wie Seehofer wurden brillant ausgekontert, Kritik wurde ausgesessen und so geschickt verschoben, dass keine Krise die eiserne Kanzlerin in Gefahr bringen konnte. Mit magischer Hand verschob sie die ganze politische Parteienlandschaft, macht eine rechte Partei zu einer linken ohne Widerstand auszulösen. Sie zerquetschte die SPD an der Wand und selbst die erzkonservative CSU tanzte nach ihrer Pfeife. Ihr gelang es nach der Wahl 2017 die unmöglichen Verhältnisse zu Ihren Gunsten zu drehen und selbst die SPD wieder in die GroKo zu sperren.

Doch jetzt steht sie endgültig an der Wand und das erste mal wird es wirklich eng für sie. Die CSU zieht vor der bevorstehenden Landtagswahl nach rechts um die miesen Umfragewerte zu beenden und um nicht am links-Kurs der Kanzlerin zu zerbrechen. Söder findet ungemein klare Worte in der Flüchtlingspolitik – und das muss er auch andernfalls verliert die CSU ihren königlich-bayrischen Nimbus. Seehofer will als Bundesinnenminister den Plan seiner Partei umsetzen und eine entschlossene Flüchtlingspolitik beginnen. Auch die CDU steht nicht mehr eindeutig hinter Merkel. Merkel versucht sich nun zu retten, indem sie auf den EU-Gipfel warten will – „um eine bilaterale Einigung zu finden“ angeblich, aber um Zeit zu gewinnen tatsächlich. Doch die CSU, die langsam Land sieht und merkt, dass Merkel nicht mehr alles im Griff hat, hält weiter drauf – man will Merkel den Aufschub nicht gewähren und zur Not einen ministerlichen Alleingang wagen. Wenn sich Merkel jetzt nicht durchsetzt verliert sie ihre innerparteiliche Macht, wenn sie sich durchsetzt geht die CSU in Bayern baden und die Union wird zurück in den freien Fall gekegelt. Zu lange hat Merkel umhergeschoben, vor sich hergeschoben, vorgeschoben – jetzt bricht alles über sie hinein. Es gibt keinen Ausweg mehr für sie: sie steht so oder so vor dem Abgrund.

Wir können also schadenfroh sein: Die Merkel-Dämmerung ist real. Dass Merkel das Ruder über weitere Jahre fest in der Hand behält würde an ein politisches Wunder grenzen.

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