Mein Politikunterricht: wo ich lernte, dass Trump die AfD finanziert und unsere Demokratie zerstören will

Von Sven Tigelaar |  Ich möchte mit den folgendem Artikel niemanden dazu drängen, die politische Meinung seiner Lehrer zu kritisieren. Diese haben ebenfalls das Recht auf freie Meinungsäußerungen, solange diese auch als Meinung und nicht als Wahrheit dargestellt und präsentiert werden. Außerdem will ich nicht den Namen der Lehrer verwenden. Deswegen wird als Synonym Herr/Frau L. verwendet. 
Mein erster Eindruck von unsere Politiklehrerin Frau L. war eigentlich ganz
positiv. Eine nette Frau mittleren Alters. Sie ist äußerst freundlich und menschlich wahrscheinlich
völlig in Ordnung. Jedoch wurde mir schon nach der Bekanntgabe der Themen bewusst um was es sich für eine Lehrerin handelt. Thema 1: Trump und AfD Thema 2: Umweltverschmutzung Thema 3: Sozialleistungen und ihre Vorteile (Die Themen sind nicht aus ihren Vorträgen interpretiert, sondern vomn der Tafel  abgeschrieben).
„Gibt es noch Fragen?“ Natürlich hatte ich welche, z.B. was denn Trump mit der AfD zu tun habe. Ich habe eine Antwort wie „Populismus“ oder „Migrationspolitik“ erwartet. Aber Frau L. sagte: „Ich möchte gerne mit euch neue Berichte lesen die Beweisen, dass Trump die AfD finanziell und politisch unterstützt. Außerdem will ich euch zeigen wie sie zusammen unsere Demokratie zerstören wollen“.
Aus der Klasse kamen fragende Blicke und Gelächter. Ein Verschwörungstheoretikerin hatte niemand von uns erwartet. Zum Abschluss dieses Themas sollten wir ein Vortrag entweder zur AfD oder zu Trump halten. Ich entschied mich für Trump. Während des Vortrages berichtete ich über seine Politischen Entscheidungen welche er seit Amtsantritt erreicht hatte. Dazu zählte ich den Boom im Amerikanischen Arbeitsmarkt und seine realistische und richtige Politik gegenüber Israel. Frau L. unterbrach meinen Vortrag und versuchte der Klasse klarzumachen, dass meine Fakten nicht stimmen und das alles sowieso nur von Wikipedia stammen würden.
Als wir bei Frau Ls nächstem Thema, Umweltverschmutzung ankamen, kam das übliche: wie man den Klimawandel stoppen und das Klima retten kann. Ich hielt mich dann zurück, da ich einfach keine Lust hatte und nicht genug vorbereitet war um mich einer Diskussion zu stellen.
Deswegen will ich zu Thema 3 springen: Sozialleistungen und ihre Vorteile. In die Themenübersicht eine Politische Meinung einzubauen finde ich nicht korrekt.
Klar gehören Diskussionen in den Politikunterricht, aber nur über  Vorteile eines
Systems zu diskutieren geht gar nicht. Ich fragte also: „Was ist den mit den Nachteilen?“ Ihre stumpfe Antwort war eine Gegenfrage: „Wie Nachteile? Wie können den Sozialleistungen Nachteile haben?“ Nach dieser Antwort war ich komplett fertig mit der Welt. Ein Freund und Sitznachbar (er ist liberal und teilt ähnliche Politische Ansichten wie ich) konnte sich ebenfalls nicht zurückhalten und brachte erst einmal ein paar gute Argumente wie das Ende des Projektes Grundeinkommen in Finnland oder die sogenannten Arbeitsverweigerer die Job-Angebote des Arbeitsamtes für eine „Zumutung“ halten und ihr Hartz-IV Leben genießen.
Davon ließ Sie sich nicht beeindrucken und stempelte es einfach nur als falsch ab. Leider durften wir unsere Handys oder den PC nicht nutzen um Infos aus dem Internet zu nutzen und sie ihr zu zeigen.
Zusammenfassend kann man zu ihren Unterricht nur sagen, dass ihre Meinung richtig und jede
andere falsch ist. Ich informierte mich also im Internet, um eine Lösung für dieses Problem zu finden. Jedoch sind die meisten davon nicht wirklich hilfreich oder zu zeitintensiv. Außerdem wollte ich mein Abschlusszeugnis nicht verschlechtern.
Ich bin der Meinung, dass es jetzt wichtig ist, dass sich Schüler in Deutschland zusammenschließen und sich für Neutralität einsetzen und Manipulation in Grund- und weiterführenden Schulen zu gewährleisten.

9 Antworten

  1. Jorgos48 sagt:

    Zum Klimawandel emphehle ich im Netz die Seite von EIKE. Sowie das Buch „ Die Kälte Sonne“ von Prof. Fritz Fahrenholt

  2. Daniel sagt:

    Ich bin 48, ein Kind der DDR. Was in diesem Artikel beschrieben wird, hat genau so in der DDR stattgefunden, natürlich mit anderen Themen.
    Die Mechanismen sind die selben, sehr beängstigend…

  3. Jo sagt:

    Zum Thema Klimawandel empfehle ich dir das Buch ‚Klima und Kulturen‘ von Norbert und Elmar Buchner. Da wird ganz klar anhand von Fakten die Korrelation von Aufstieg und Fall versch Hochkulturen mit Warm- und Kaltperioden beschrieben.

  4. pcn sagt:

    Wer solche Lehrerinnen und Lehrer hat, der braucht wirklich keine Feinde mehr. Das Bildungssystem ist (staatlich verordnet) stringent Links-ideologisiert. Wer aufmuckt, wird brutal rechts stigmatisiert. Das geht bis zur Ausgrenzung und psychischer Maltretierung. Wer an die CO2-Lüge nicht glaubt, sich den Klimahysterikern nicht anschließt, wird als Rechtspopulist beschimpft, wenn nicht gar als Nazi. Bildungssystem 1:1 aus dem des DDR-Regimes adaptiert. Nun ja, wenn schon diese ehemalige Stasi-Agentin mit der Amadeo-Antonio-Stiftung ihr Unwesen treiben darf…braucht man sich nicht länger zu wundern über das, was in den Schulen vom Lehrpersonal so üblicherweise agitiert wird. Und eine Kanzlerin, die ehemals FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda unter Ulbricht und Honecker war. Armes Deutschland!

  5. Heiner sagt:

    Achso, noch einen Nachklapp: Bedanke dich höflich bei der Lehrerin dafür, daß aus dir nur Wikipedia sprach und nicht die „Stimme des Klassenfeindes“

  6. Heiner sagt:

    Kenn ich. Hieß zu meiner Zeit (Abi 1985) in der DDR „Staatsbürgerkunde“

  7. karlchen sagt:

    Oh Gott, das ist ja furchtbar! Diese Frau hat den Beruf verfehlt. Können Sie das Fach abwählen? Wenn nicht, müssen Sie sich dafür einsetzen, dass auch Gegenpostionen aufgezeigt werden müssen, damit sich jeder seine Meinung selbst bilden kann. Sie müssen sich ja nicht outen, nur auf Ausgewogenheit bestehen…

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