Lindner und die Rassistenkeule

Von ERIK SNIPER | Auf dem Bundesparteitag der FDP hat der Bundesvorsitzende Christian Lindner eine Anekdote zum Besten gegeben. Sie befasst sich mit der Angst der Deutschen, Zuwanderer in ihrem Land aufzunehmen. Lindner sagte, dass man bei einem Menschen, der mit gebrochenen Deutsch beim Bäcker ein Brötchen bestellt, nicht direkt unterscheiden kann, ob es sich um einen hochintelligenten Programmierer aus Indien oder einen sich illegal aufhaltenden und höchstens geduldeten Menschen handelt. Jeder mit einem gesunden Menschenverstand geht jetzt davon aus, dass Lindner zwischen qualifizierten Fachkräften, Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsflüchtlingen, die die bessere wirtschaftliche Lage und den Sozialstaat ausnutzen wollen, unterscheiden muss. Am besten mit einem Einwanderungsgesetz. Dieses Denken ist weder rassistisch, noch fremdenfeindlich. Im Gegenteil, es fordert die Deutschen sogar noch dazu auf, nicht auf den ersten Blick zu urteilen. Nun gibt es eine Reaktionen, die mir persönlich missfallen: Linke und Möchtegern-Liberale sind empört über solch rassistische Aussagen, denn wie jeder weiß sind Flüchtlinge allgemein als Rasse anzuerkennen. „Mit seiner Rede implizierte er, dass Menschen im Alltag grundsätzlich Angst vor ausländisch Aussehenden haben.“, schreibt Bento. „FDP-Chef Christian Lindner sorgt sich um den gesellschaftlichen Frieden beim Backwarenkauf – und stolpert dabei in sumpfigen Alltagsrassismus. Ein unappetitlicher Fehler.“ schreibt Spiegel Online. Und wieder einmal überführen sich diese Leute selbst: Anders als für Nicht-Rassisten wie Lindner ist Rasse für sie der gesamte Lebensinhalt. Sie definieren sich darüber, sie urteilen über Menschen anhand ihrer Rasse und sie teilen Menschen in Rassen ein, die mit der Definition einer Rasse nichts zu tun haben. Menschen, die um öffentliche Aufmerksamkeit buhlen, haben breit erklärt, aus der FDP auszutreten, man muss sich natürlich von einem schlimmen Rassisten wie Lindner so weit es irgendwie geht distanzieren.