Kurs Kulturmarxismus: Die GroKo und Geschlechterpolitik

von MAX ROLAND | Beim groben Lesen des Koalitionsvertrags zwischen Union und SPD fiel mir die Rubrik „Gleichberechtigung von Frauen und Männern“ auf.Als ich auf Seite 24 des PDF-Dokuments zu lesen begann hatte ich natürlich schon eine grobe Vorstellung, was mich erwarten würde. Dass es jedoch derart schlimm ausfallen würde, hatte ich nicht erwartet.

Der erste Absatz beginnt mit „Für sind die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern, Förderung der Familienfreundlichkeit, die Werteordnung des Grundgesetzes und die von uns ratifizieren internationalen Vereinbarungen eine Verpflichtung, die sich durch die gesamte Regierungsarbeit ziehen muss.“ Zunächst einmal nichts schlechtes dabei, oder? Anschnallen, die Brocken kommen noch.

Im nächsten Satz ist bereits vom Abbau „struktureller Hemmnisse“ die Rede, wo ich mir bereits an den Kopf fassen muss: Geht es noch vager? Abgesehen davon fällt mir sofort der Begriff „structural Racism“ ein, der von der regressiven Linke Amerikas dazu verwendet wird, angebliche systematische Diskriminierungen gegen Schwarze zu bezeichnen. Beweise dafür werden nicht vorgelegt, höchstens Einzelbeispiele oder bloße Behauptungen.

Aber die Gendermarxistische Spaßfahrt geht erst richtig los. Weiter geht es nämlich direkt mit folgendem Absatz: „Frauen sind in Führungspositionen noch immer unterrepräsentiert“ (…) [Wir werden] bei der regelmäßigen Berichterstattung der Bundesregierung ein besonderes Augenmerk auf Unternehmen ohne Frauen in Fühungspositionen legen, die sich die Zielgröße „Null“ geben. Wir wollen die Wirksamkeit des Gesetzes (gemeint ist das Gesetz zur Frauenquote, Anm.d.R.) verbessern, imdem wir die Nichteinhaltung der Meldepflicht für Zielvorgaben und die Begründungspflicht bei der Angabe der Zielvorgabe „Null“ sanktionieren(…).“

Anscheinend will die GroKo und wirklich das Märchen vom bösen sexistischen Chef erzählen, den die Bundesregierung kontrollieren muss. Was die Quote bzw. die anscheinend angestrebte Verschärfung dieser jedoch bewirkt, dürfte klar sein: Qualifikation des Individuums rückt in den Hintergrund und der Mensch wird kollektivistisch anhand von völlig irrelevanten Kategorien wie Geschlecht beurteilt. Der Koalitionsvertrag hat zu dem Thema noch einige weitere Aufreger, die ich jetzt nicht abhandeln werde (ich ermutige alle zum eigenständigen Lesen dieses Dokumentes, welches eher einen Fahrplan ins Nichts für unser Land darstellt). Dass der Kulturmarxismus mittlerweile auch in der sogenannten „Mitte“ unserer Parteienlandschaft Fuß fasst, sollte jeden liberalen in Deutschland aufrütteln, selbst Aktiv zu werden.