Islamistischer Anschlag auf den Philippinen

Von KARL DRAMM | Eine Bombe ist kurz vor Silvester vor einem Einkaufszentrum in Cotabato, welche auf der Insel Mindanao, knapp 900 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila liegt, explodiert und hat dabei mindestens zwei Todesopfer gefordert. Bei der Explosion inmitten von Verkaufsständen, die wegen des Silvestereinkaufs geöffnet hatten, sind ebenfalls 24 Menschen verletzt worden – bisher geht man von einem Anschlag islamistischer Rebellen aus. Demnach soll es auch noch einen weiteren Sprengsatz auf der selben Straße gegeben haben, welcher jedoch nicht explodiert sei, so das Militär.
Die Lage auf der Insel Mindanao ist aktuell äußerst kritisch, da in diesem Januar eine Volksabstimmung um die Schaffung einer autonomen muslimischen Region Bangsamoro auf dieser Insel ansteht.
in den 70erhat die sogenannte „Moro Islamische Befreiungsfront“ (kurz: MILF) für einen islamischen Staat auf den Süd-Philippinen gekämpft, wobei tausende ihr Leben verloren haben. Doch die MILF ist nicht die einzige islamistische Gruppe auf Mindanao: auch die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf (zu deutsch: Schwertkämpfer), welche bereitseinen deutschen Segler als Geisel nahm und umbrachte treibt auf der Insel ihr Unwesen.