Islamisten bei VW: Vertragsfreiheit und rationale Diskriminierung

Von MARVIN WANK | Die Volkswagen AG hat jüngst einen Angestellten entlassen, da dieser mutmaßlich Verbindungen zur Terrormiliz IS hatte. Dieser hat daraufhin am Landesarbeitsgericht Hannover gegen seine Kündigung geklagt – und Recht bekommen. VW ist nun also gezwungen, einen potentiellen Terroristen wieder in Lohn und Brot zu stellen.

Dieser Fall zeigt eindrucksvoll die groteskten Züge des deutschen Arbeitsrechts: Arbeitnehmer können jederzeit fristlos kündigen, Arbeitgeber müssen selbst einen Terroristen einstellen, andernfalls werden sie eben verklagt. Die halbsozialistische deutsche Wirtschaftsordnung beschützt also die Menschen, die den Frieden unserer Gesellschaft bedrohen. Gut gemacht.

Lächerlich ist das Argument des Anwalts des Klägers. Dieser bezeichete den Rausschmiss glatt als „institutionellen Rassismus“. In der Tat diskriminiert VW hier bestimmte Bevölkerungsgruppen: Terroristen. Diskriminierung ist ein Wort, das im allgemeinen Sprachgebrauch höchst negativ konotiert ist. Tatsächlich heißt Diskrimnierung einfach nur „Ungleichbehandlung“. Dabei gibt es natürlich völlig irrationale Formen der Diskriminierung, etwa die Verurteilung ausschließlich aufgrund der Hautfarbe.

Es gibt aber auch unzählige Formen der rationalen Diskriminierung, etwa die Ungleichbehandlung aufgrund von Fähigkeiten bei der Einstellung. Die Kündigung war ein klarer Fall von rationaler Diskriminierung. Doch auch dieses Wort wird langsam zu einem „Buzzword“ der linken Sprachpolizei und verliert damit seine ursprüngliche Bedeutung.

Ein privates Unternehmen besinnt sich auf seine moralische Schuldigkeit gegenüber der Gesellschaft und diskriminiert auf Basis rationaler Erkenntnisse und wird dafür als rassistisch bezeichnet. Als wäre diese nicht genug, wird dieser lächerliche Vorwurf auch noch vom Staat unterstützt. Es scheint mir, als seien wir endgültig in einer grotesk-sozialistischen Dystopie angekommen.

4 Antworten

  1. NethernBavarian sagt:

    Sie haben grundsätzlich recht bez. Vertragsfreiheit und Kündigungsschutz bis zum Friedhof. Insofern volle Zustimmung zu ihren Ausführungen.
    Andererseits muss man aber auch Freiheitrechte des Einzelnen bedenken: Die großen Konzerne sind doch heute über die Aufsichtsräte etc schon halbsstaatliche Einrichtungen. Wenn sie, unter dieser Prämisse, politische Diskriminierung als rationale Diskriminierung betrachten wollen, dann werden demnächst 2 Islamisten, 6 Linksradikale und 100 000 Afdler, „Rechte“ etc ihren Job verlieren.

    • Marvin Wank sagt:

      Natürlich muss der staatliche Einfluss in privaten Konzernen zurückgedrängt werden, daran besteht für mich kein Zweifel. Prinzipiell sollten Unternehmen aber nach politischer Einstellung diskriminieren dürfen, eine umfassende Diskriminierung würde allerdings unweigerlich viele Fachkräfte treffen und in der Folge die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens herabsetzen.

  2. Janwin Ist Der Beste sagt:

    Zur Klarstellung: Es besteht nur ein VERDACHT auf Verbindungen zum IS. Es ist nichts nachgewiesen. Das Gericht hat lediglich das Grundgesetz befolgt.

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